Strabag
Baukonzern rechnet mit stagnierenden Geschäften

Beim Umsatz kommt Strabag 2016 wahrscheinlich nicht voran, doch die Marge des österreichischen Baukonzerns soll kräftig zulegen. Bei Neuaufträgen setzt das Unternehmen vor allem auf Deutschland.

FrankfurtDer österreichische Baukonzern Strabag erwartet in diesem Jahr wegen einer schwachen Nachfrage im Ausland nur noch stagnierende Geschäfte. Der niedrige Ölpreis dämpfe die Bauinvestitionen etwa in Russland, in Deutschland hoffe man dagegen auf zusätzliche Investitionen des Staates in den Straßenbau, erläuterte Strabag am Montag seine Einschätzung für die künftige Geschäftsentwicklung.

Insgesamt werde die Leistung, die im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 14,3 Milliarden Euro gestiegen sei, 2016 etwa auf diesem Niveau verharren. „Für die Folgejahre wird von einem organischen Wachstum etwa in Höhe der Inflation ausgegangen“, teilte der stark in Deutschland und Südosteuropa tätige Konzern mit. Dennoch bekräftigte Strabag das Ziel, ab 2016 eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von mindestens drei Prozent auszuweisen.

Für 2015 erwartet der Baukonzern ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von mindestens 300 (Vorjahr: 282) Millionen Euro und eine Ebit-Marge zwischen 2,3 und drei Prozent. Der Auftragsbestand zum Jahresende ging allerdings um neun Prozent auf 13,1 Milliarden Euro zurück. Grund sei vor allem, dass Strabag Großprojekte in Ungarn, Italien und der Slowakei abgearbeitet habe. Endgültige Zahlen für das vergangene Jahr sollen Ende April veröffentlicht werden.

Den Österreichern wird nach der Übernahme der Stuttgarter Baufirma Ed.Züblin auch ein Interesse an der zum Verkauf stehenden Bau- und Gebäudedienstleistungssparte des Rivalen Bilfinger nachgesagt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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