Strategiewechsel
Bilfinger fährt nur noch zweigleisig

Der Bilfinger-Konzernvorstand präsentiert seine neue Strategie. Der Dienstleistungskonzern will sich gesund schrumpfen und nur mit zwei Sparten weitermachen. Doch das Vorhaben wirkt etwas dünn.

MannheimKonzernchef Per Utnegaard und seine Co-Vorstände Axel Salzmann und Jochen Keysberg wirkten bei der Präsentation ihrer neuen Strategie ernst und konzentriert. Viereinhalb Monate hatten die neuen Herren von Bilfinger Zeit, jeden der rund 600 Teile des Konzerns auf Profitabilität und Zukunftsfähigkeit zu überprüfen, was allein schon angesichts der riesigen Zahl an Beteiligungen eine Mammutaufgabe war.

Das Wort hat zunächst Konzernchef Per Utnegaard, der fließend deutsch spricht, aber mit einem starken Akzent, der zwischen skandinavischer Färbung und Schweizer Einsprengseln changiert, gelegentlich gewürzt mit englischem Business Talk.

Im Großen und Ganzen bestätigte Utnegaard die Linie, die sich in den vergangenen Wochen schon abgezeichnet hat. Ja, es soll beim geplanten Verkauf der Kraftwerkssparte bleiben. Und ja, es laufen Gespräche mit Interessenten, die die Sparte im Ganzen übernehmen wollen. Die anderen beiden Sparten, nämlich Industrial und Building & Facility bleiben im Konzern. Allerdings sind die neuen Manager zum Ergebnis gekommen, dass in den beiden Sparten wenig Synergien zu heben sind. Deshalb sollen sie künftig eigenständig agieren und bekommen größere unternehmerische Freiheiten.

Die beiden Sparten arbeiteten mit unterschiedlichen Voraussetzungen, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns. Während bei der Industriesparte einige Bereiche neu aufgestellt werden müssten, gehe es bei Building und Facility, also dem Bau und dem Management von Gebäuden darum, „den Wachstumskurs fortzusetzen und die starke Position in Europa weiter auszubauen.“ Vorstandschef Utnegaard erklärt dazu: „Bilfinger steht vor weitreichenden Veränderungen. Wir fokussieren unser Geschäft von drei auf zwei Segmente, konzentrieren international weit verstreute Aktivitäten auf unseren Heimatmarkt Europa und ersetzen eine komplexe Struktur durch eine transparente und schnelle Organisation.“

Im Kerngeschäftsfeld Industrie will sich Bilfinger künftig auf die „profitablen“ Märkte in Zentral- und Nordeuropa konzentrieren und in diesen Regionen der „führende Industriedienstleister“ werden. Margenschwache Bereiche sollen neu aufgestellt werden.

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