Streit um Abstimmung
Rhön-Klinikum verteidigt sein Vorgehen auf der Hauptversammlung

Der Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum hat auf seinem Aktionärstreffen die Stimmen des Großaktionärs B. Braun nicht gewertet. Der will gegen den Beschluss vorgehen. Doch Rhön verteidigt den Schritt.
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FrankfurtDer Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum hat seine umstrittene Entscheidung verteidigt, den Großaktionär B. Braun auf der Hauptversammlung nicht über eine wichtige Frage abstimmen zu lassen. Der Versammlungsleiter habe keine andere Entscheidungsmöglichkeit gehabt, als den Braun-Vertreter wegen Problemen mit seiner Vollmacht auszuschließen, bekräftigte Rhön-Finanzchef Jens-Peter Neumann im Interview mit der "Börsen-Zeitung".

"Nach meiner Beobachtung wurde über Stunden mit dem sich so bezeichnenden Rechtsvertreter von Professor Braun versucht, die Formfehler noch zu heilen. Das ist bis zum Abstimmungsbeginn aber nicht gelungen", sagte Neumann.

Die Stimmen des Medizintechnikkonzerns wurden auf der Hauptversammlung am Mittwoch vergangener Woche nicht mitgezählt, als über die Abschaffung der 90-Prozent-Stimmrechtshürde für wichtige Entscheidungen abgestimmt wurde. Die Regelung wurde mit 90,54 Prozent Zustimmung abgeschafft, Braun will dagegen klagen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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