Thomas Cook
Gutes Sommergeschäft trotz Türkei-Krise

Die verschärften Reisehinweise für die Türkei tangieren Thomas Cook kaum. Der Reiseveranstalter konnte sogar einen Umsatzsprung um 23 Prozent verzeichnen. Dazu trug unter anderem auch die schwache britische Währung bei.
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LondonEuropas zweitgrößter Reiseveranstalter Thomas Cook hat trotz verschärfter Reisehinweise für die Türkei keine Sorge um das wichtige Sommergeschäft. Über alle Reiseziele lägen die Sommerbuchungen bisher elf Prozent höher als im Vorjahr, teilte der Mutterkonzern der Marke Neckermann am Donnerstag in London mit. Bei den Türkei-Buchungen gebe sogar es eine anhaltende Erholung.

Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Juni verbuchte Thomas Cook einen Umsatzsprung von 23 Prozent auf 2,3 Milliarden britische Pfund (2,5 Mrd Euro). Dazu trug allerdings die Schwäche der britischen Währung bei, dieseit dem Votum der Briten für den EU-Austritt im Verhältnis zum Euro deutlich an Wert verloren hat.

Auch Pauschalreisende aus Großbritannien müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Kunden in Kontinentaleuropa bezahlten im Schnitt zwei Prozent mehr, in Großbritannien belief sich der Preisanstieg auf sieben Prozent.

Vor Zinsen und Steuern erzielte Thomas Cook ein Gewinn von sechs Millionen Pfund, nachdem hier ein Jahr zuvor noch ein Verlust von 25 Millionen Pfund gestanden hatte. Für das laufende Geschäftsjahr gehen Analysten im Schnitt von 327 Millionen Pfund aus nach 308 Millionen im Vorjahr. Seinen Gewinn unter dem Strich gab der Konzern nicht an.

Die zuletzt defizitäre deutsche Ferienflug-Tochter Condor erwartet Konzernchef Peter Fankhauser im laufenden Geschäftsjahr zurück in der Gewinnzone. Die Urlaubsnachfrage für den Sommer sei auch hier weiterhin stark. Allerdings drücke der Wettbewerb in Spanien auf die Gewinnspannen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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