Tourismus
Auf nach Ägypten!

Der arabische Frühling hatte Ägypten-Buchungen spürbar gedrückt. Die jüngsten Unruhen spüren Reiseunternehmer bislang nicht. Sie fliegen ihre Kunden weiter ans Rote Meer und hoffen auf Geschäfte wie vor der Revolution.
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DüsseldorfDas Auswärtige Amt warnt nach dem Staatsstreich und gewaltsamen Ausschreitungen von Reisen in einige Regionen Ägyptens „dringend ab“ – bei den großen deutschen deutschen Reiseveranstaltern TUI, DER-Touristik und Thomas Cook gibt man sich trotz der Verschärfung der Reisewarnung gelassen. Das Ägypten-Geschäft laufe im „normalen Rhythmus“, heißt es etwa beim größten Anbieter TUI. Ein gutes Geschäftsjahr 2013 sei immer noch möglich, trotz mehr als 50 Toten in Kairo.

Angesichts der jüngsten Entwicklung in Ägypten rät die Bundesregierung allen deutschen Touristen von Nil-Kreuzfahrten und den Besuch von Touristenzentren in Oberägypten wie Luxor und Assuan ausdrücklich ab. Offiziell gewarnt wird auch vor Reisen ins ägyptisch-israelische Grenzgebiet sowie in den Nordsinai. Als sicher gelten trotz der Unruhen weiterhin die Touristengebiete am Roten Meer.

Die Veranstalter haben nach der Warnung aus dem Außenministerium zwar alle Reisen in die Region Kairo für kommende Woche abgesagt. Das könne man aber verkraften, heißt es unisono: Dort fahre im Sommer ohnehin kaum jemand hin. Die Kairo-Touristen der vergangenen Woche könne man „an einer Hand abzählen“, heißt es bei TUI.

Ihr Geschäft machen die Reiseveranstalter derzeit in den Badeorten am Roten Meer. Und die sind von der Reisewarnung ausdrücklich ausgenommen: Dort, teils mehrere hundert Kilometer von den Unruhen in Kairo entfernt, machten die Touristen unbesorgt weiter Urlaub, versichern die Touristik-Konzerne. Mehr Stornierungen als gewöhnlich gebe es nicht; auch bei den Neu-Buchungen deute nichts auf einen Einbruch hin.

Entscheidend sei ohnehin die Winter-Saison. Wie es bis dahin in Ägypten aussieht, könne niemand sagen; die DER-Touristik etwa hat derzeit 40 Prozent Buchungen mehr als im Vorjahr. Doch eine instabile politische Lage kann Touristen durchaus beeinflussen, wie Erfahrungen aus dem arabischen Frühling zeigen.

Kommentare zu " Tourismus: Auf nach Ägypten!"

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  • Diesen unverantwortlichen und idiotischen Schwachsinn eines hirnbefreiten deutschen Gutmenschen hat man jetzt aber schnell ins Archiv verbannt. Gut so !!

  • Hitler war auch demokratisch gewählter Reichskanzler.
    Falls Sie ein Hirn haben, dann schalten Sie's bitte ein.

  • ja, was tut man nicht alles für den schnöden Mamon bzw. für die Wählerstimme. Da buckelt man schon mal vor Land und Leuten, die die Trennung von Staat und Religion nicht kennen, die menschen-und frauenverachtend das Wort Toleranz, auch gegen andere Religionen, noch nicht einmal buchstabieren können. Religionsfreiheit, Gleichberechtigung der Geschlechter, Meinungs-und Pressefreiheit..alles nicht existent. Andersgläubige, wie z.B. Christen, werden verfolgt. Nein, Danke, solche Länder bereisen wir nicht. PS Liebes Hb, bringt doch bitte das aktuelle Interview von Helmut Schmidt zur Integration von Muslimen in Europa, am besten auf Seite 1. Danke!

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