Touristikkonzern
Tui trennt sich von Restanteilen an Hapag-Lloyd

Tui verabschiedet sich aus der Containerschifffahrt und stößt alle seine Hapag-Lloyd-Anteile ab. Der Verkauf brachte insgesamt 395 Millionen Euro ein. Nun kann sich der Konzern ganz auf sein Kerngeschäft konzentrieren.
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FrankfurtTui verabschiedet sich vollständig aus der Containerschifffahrt und wandelt sich damit zu einem reinen Touristikkonzern. Das Unternehmen aus Hannover teilte am Montag mit, seinen gesamten Restanteil an der Reederei Hapag-Lloyd auf dem offenen Markt veräußert zu haben. Bereits seit März hatten sich die Niedersachsen von Anteilen an der Hamburger Firma getrennt. Der Verkauf brachte insgesamt 395 Millionen Euro ein, wie ein Sprecher sagte. Mit dem Geld will Tui nun den Ausbau seines Touristik-Geschäfts mit Schwerpunkt auf eigenen Hotel- und Kreuzfahrtmarken vorantreiben und seine Bilanz stärken.

„Mit dem Verkauf des restlichen Anteils an der Hapag-Lloyd AG haben wir die Veräußerungen aller nicht zum Kerngeschäft gehörenden Unternehmen und Beteiligungen erfolgreich beendet“, erklärte Finanzvorstand Horst Baier. Das Unternehmen hatte sich in den vergangenen Jahren bereits verstärkt auf das Reise-Geschäft ausgerichtet. Die Erlöse aus dem Verkauf der Anteile an Deutschlands größter Container-Reederei sollen Tui nun auf dem Weg „zum weltweit führenden integrierten Touristikkonzern“ voranbringen, wie das Unternehmen weiter mitteilte.

Laut Tui wurden die noch verbliebenen 8,5 Millionen Hapag-Lloyd-Aktien in einem beschleunigten Bookbuilding-Verfahren zu einem Mindestpreis veräußert, der sich nah am Schlusskurs von Montag orientiert. Die Papiere gingen bei 29,50 Euro aus dem Handel. Seit März hatte Tui bereits sechs Millionen Aktien verkauft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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