Towers Watson und Willis Group Beraterbranche steht vor Milliardenfusion

Die Unternehmensberatung Towers Watson und der Versicherungsmakler Willis Group wollen sich zusammenschließen. Beide sind zusammen 18 Milliarden Dollar wert. Der Name für die fusionierte Gesellschaft steht schon fest.
Update: 30.06.2015 - 16:20 Uhr Kommentieren
Während Towers Watson bislang Unternehmen etwa bei der Verbesserung ihrer Organisation und beim Einsatz von Personal und Technik berät, bietet Willis Unternehmen zum Beispiel Rat bei der Absicherung ihrer Risiken. Quelle: dpa
Kaum Überschneidungen

Während Towers Watson bislang Unternehmen etwa bei der Verbesserung ihrer Organisation und beim Einsatz von Personal und Technik berät, bietet Willis Unternehmen zum Beispiel Rat bei der Absicherung ihrer Risiken.

(Foto: dpa)

London/ArlingtonDer Versicherungsbroker Willis Group fusioniert mit der Unternehmensberatung Towers Watson zu einem 18 Milliarden Dollar schwerem Konzern. Das teilten beide Firmen am Dienstag mit. Willis soll über einen Aktientausch die Mehrheit an dem neuen Konzern halten, Vorstandschef wird aber John Haley von Towers Watson. Die Gruppe Willis Towers Watson wird mit 39.000 Mitarbeitern in 120 Ländern präsent sein. Das breite Kundennetzwerk von Willis soll genutzt werden, um noch mehr Beratungsleistungen an den Mann zu bringen. Die Zielgruppen überschneiden sich: Towers Watson ist unter anderem auf betriebliche Altersversorgung und Risikomanagement fokussiert und berät dabei auch Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen.

Towers-Watson-Anleger bekommen für jede Aktie 2,6490 Willis-Aktien und eine einmalige Cash-Dividende von 4,87 Dollar pro Papier. Willis-Großaktionär Value Act Capital Management hat für die Fusion bereits grünes Licht gegeben. Hauptsitz wird Irland.

2015 war das Rekord-Übernahmejahr
Marriott kauft Starwood
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Air Liquide übernimmt Airgas
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Mit einer Milliarden-Übernahme will der französische Gase-Hersteller Air Liquide dem deutschen Konkurrenten Linde den globalen Spitzenplatz in der Branche streitig machen. Die Franzosen verständigten sich mit dem Management des US-Unternehmens Airgas auf einen Preis von 143 US-Dollar je Aktie. Der Deal hat inklusive der Schulden von Airgas ein Volumen von 13,4 Milliarden Dollar.

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Die größte deutsche Transaktion des Jahres fällt vergleichsweise bescheiden aus. Der Wohnungskonzern Vonovia bietet 15,6 Milliarden Dollar für Deutsche Wohnen.

Abbvie kauft Pharmacyclics
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Quelle: Dealogic/Thomson Reuters/Handelsblatt Research Institute

Ace kauft Chubb
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Wells Fargo kauft Finanzsparte von General Electric
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Shire bietet für Baxalta
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Die Willis-Aktie schoss im frühen Handel in New York um sieben Prozent nach oben. Das Papier von Towers Watson gab dagegen um drei Prozent nach.

  • rtr
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