Trotz Umsatzanstieg
Werbevermarkter Ströer schreibt rote Zahlen

Trotz deutlich gestiegener Erlöse im ersten Halbjahr weitet der Werbevermarkter Ströer seinen Verlust aus. Für das dritte Quartal rechnet das Unternehmen mit eine Fortsetzung der jüngsten Entwicklung.
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KölnDer Werbevermarkter Ströer hat trotz deutlich gestiegener Erlöse im ersten Halbjahr seinen Verlust ausgeweitet. Unter dem Strich weitete sich der Fehlbetrag wegen höherer Kosten auf 1,4 Millionen Euro nach 0,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum aus, wie das Kölner Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz kletterte vor allem wegen der anziehenden Geschäfte im wichtigsten Markt Deutschland und im Kernmarkt Türkei um 8,1 Prozent auf 289 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Ebitda) legte um 16,2 Prozent auf 47,4 Millionen Euro zu. "Wir sind äußerst zufrieden mit den Entwicklungen des ersten Halbjahres 2013", erklärte Vorstandschef Udo Müller.

Ströer war früher auf Außenwerbung konzentriert und bestückt etwa Buswartehäuschen oder Plakatwände mit Werbung oder bespielt digitale Bildschirme in Bahnhöfen oder Einkaufszentren. Erst vor kurzem war Ströer in die Online-Werbung eingestiegen und stärkte jüngst sein Hoffnungssegment durch die Mehrheitsübernahme der Ballroom-Group, die ihren Fokus auf osteuropäische Märkte gelegt hat. Wie in Deutschland wollen die Kölner dort künftig Außenwerbung und Online-Werbung als Komplettpaket anbieten.

Für das dritte Quartal rechnet Ströer mit einer Fortsetzung der jüngsten Entwicklung. Das Unternehmen prognostiziert im Vergleich zum Vorjahr ein nur leichtes organisches Umsatzwachstum in der Größenordnung von einem Prozent. Ströer-Vorstand Christian Schmalzl hatte im Gespräch mit Reuters angekündigt, dass das Unternehmen 2013 mit einem organischen Wachstum rechne.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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