Tui mit Verlust: Türkei-Buchungen brechen ein

Tui mit Verlust
Türkei-Buchungen brechen ein

Die Terroranschläge und andere Krisen bremsen die Reiselust der Deutschen. Beim Marktführer Tui brechen die Buchungen für die Türkei deutlich ein. Dennoch hält Konzernchef Fritz Joussen an seinen Jahreszielen fest.

HannoverDer weltgrößte Reisekonzern Tui bekommt die Terrorfolgen in der Türkei und Nordafrika deutlich zu spüren. Die Sommerbuchungen für das Land am Bosporus seien im Vergleich zum Vorjahr bislang um 40 Prozent eingebrochen, sagte der künftig allein amtierende Tui-Chef Fritz Joussen am Dienstag vor der Hauptversammlung in Hannover. Zuvor fielen schon Tunesien und weite Teile Ägyptens als Urlaubsziele weg. Joussen glaubt dennoch an eine Gewinnsteigerung im laufenden Geschäftsjahr. Hoffnung macht ein Buchungsansturm auf Spanien samt den Kanaren, trüber sind die Aussichten bei der Container-Reederei Hapag-Lloyd.

Die Tui-Aktie sackte nach den Nachrichten ins Minus. Am Morgen verlor sie an der Frankfurter Börse 2,58 Prozent auf 13,605 Euro.

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember ließ der schwierige Börsengang von Hapag-Lloyd den saisontypischen Nettoverlust der Tui um gut drei Viertel auf 184 Millionen Euro anschwellen. Der Konzern musste den Wert seiner verbliebenen 12,3-prozentigen Hapag-Beteiligung erneut nach unten korrigieren, nachdem der Aktienkurs bis zum Jahreswechsel kaum von der Stelle gekommen war. Tui hatte sich schon beim Börsengang weit mehr als die erreichten 20 Euro je Anteilsschein ausgerechnet. Doch die Schifffahrtsbranche kämpft mit Überkapazitäten und niedrigen Frachtraten.

Im Reisegeschäft lief es trotz Terroranschlägen und Krisen insgesamt besser. Der Umsatz der Tui zog in den Monaten Oktober bis Dezember um gut fünf Prozent auf 3,7 Milliarden Euro an. Der um Sondereffekte bereinigte operative Verlust (Ebita) schrumpfte um drei Prozent auf knapp 102 Millionen Euro. Angesichts der Umstände sei dies ein „enorm starkes Resultat“, sagte Joussen. Reiseveranstalter schreiben im Winter meist rote Zahlen. Geld verdienen sie erst in der Hauptreisezeit im Sommer.

Während die Tui-eigenen Kreuzfahrtschiffe und Hotels operativ Gewinne einfuhren, ließen der harte Preiskampf in Deutschland und ungünstige Wechselkurse den Verlust im Veranstaltergeschäft steigen. Dazu trug auch der Einbruch der Ägypten- und Tunesien-Buchungen bei.

Seite 1:

Türkei-Buchungen brechen ein

Seite 2:

Viele Interessenten für Hotelbeds

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%