Übernachtungen Deutschland-Tourismus meldet Rekordjahr

Deutschland bleibt für Touristen ein attraktives Ziel. Dem Terror zum Trotz gelang 2016 der siebte Übernachtungsrekord in Folge. Der Trend soll auch in diesem Jahr noch anhalten.
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Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland stieg im vergangen Jahr um 1 Prozent auf 80,8 Millionen. Quelle: dpa
Touristen in Berlin

Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland stieg im vergangen Jahr um 1 Prozent auf 80,8 Millionen.

(Foto: dpa)

WiesbadenNach dem siebten Übernachtungsrekord in Folge peilt der Deutschland-Tourismus in diesem Jahr eine weitere geringe Steigerung an. „Wir rechnen mit einem Zuwachs zwischen 0 und 2 Prozent“, sagte am Donnerstag eine Sprecherin der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), die im Ausland um Gäste wirbt. Es spreche für die Marke des Reiselands Deutschland, dass trotz schwieriger Bedingungen etwa im Zusammenhang mit der Terrorgefahr wieder mehr Gäste gekommen sind.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland 2016 gegenüber Vorjahr um 3 Prozent auf den Rekordwert von 447,3 Millionen. Die Attentate von Würzburg und Ansbach im Sommer sowie der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz, bei dem zwölf Menschen getötet und viele schwer verletzt wurden, hatten zunächst Sorgen vor Folgen für den Deutschland-Tourismus geweckt.

Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland stieg um 1 Prozent auf 80,8 Millionen. Bei Reisenden aus dem Inland gab es ein Plus von 3 Prozent auf 366,5 Millionen. Die Angaben beziehen sich auf Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten.

Wo der Städtetrip teurer oder billiger wurde
Platz 10: Köln
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Köln gehört zu den zehn Gewinnerstädten: Die Übergriffe in der Silvesternacht 2015/16 steckten die Hoteliers in der rheinischen Domstadt besser weg als erwartet. Die Zimmerpreise stiegen 2016 um zwei Prozent auf durchschnittlich 104 Euro. Unerwartete Hilfe kam ausgerechnet aus der ungeliebte Nachbarstadt Düsseldorf. Deren Großmessen sorgten dafür, dass sich auch in Köln die Hotels füllten.

(Quelle: Hotelportal HRS)

Platz 9: Zürich
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Schon 2015 waren die Zimmerpreise in der Schweizer Bankenmetropole steil nach oben geschossen, weil sich der Franken gegenüber dem Euro stark verteuerte. 2016 setzten die Züricher Herbergsbetreiber noch einmal 2,4 Prozent oben drauf. Mit durchschnittlich 174 Euro pro Zimmer war die Stadt die teuerste Metropole Europas.

Platz 8: Madrid
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In Spaniens Hauptstadt macht sich der zarte Wirtschaftsaufschwung auch bei den Übernachtungspreisen bemerkbar. 2016 ging es um 3,2 Prozent nach oben – auf durchschnittlich 98 Euro.

Platz 7: Nürnberg
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Nach Düsseldorf galt Nürnberg 2016 zu den stärksten Preisgewinnern in der deutschen Hotellerie. Dank zahlreicher Messen verteuerten sich die Übernachtungen auf durchschnittliche 92 Euro, und damit um 4,5 Prozent.

Platz 6: Prag
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Mit durchschnittlichen Zimmerpreisen von 75 Euro ist der Touristenmagnet an der Moldau zwar immer noch ein Billiganbieter. 2016 aber ging es mit den Preisen immerhin um 5,6 Prozent nach oben.

Platz 5: Düsseldorf
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Das Preisplus von 6,3 Prozent machte Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt 2016 zum Spitzenreiter in Sachen Teuerung. Schuld waren vor allem die Großmessen „Drupa“ (Druck) und „K“ (Kunststoffindustrie), auf die Düsseldorf im Vorjahr verzichten musste. Im Schnitt kostete die Übernachtung 101 Euro.

Platz 4: Washington
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Mit durchschnittlich 206 Euro pro Nacht war die US-Hauptstadt zweitteuerste Stadt der Welt. Doch anders als beim Spitzenreiter New York ging es dort mit den Preisen weiter bergauf, und zwar um 6,3 Prozent. Fünf Prozentpunkte davon stammten allerdings aus der Dollaraufwertung gegenüber dem Euro.

Die verhaltenen Erwartungen für 2017 begründete die DZT mit schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen in wichtigen Quellmärkten wie Brasilien oder Russland sowie der Zurückhaltung vieler asiatischer Touristen, die sehr sensibel auf die Terrorgefahr reagierten. „Deutschland wird hier stark im europäischen Zusammenhang gesehen.“ Auf der anderen Seite könne man unter anderem mit dem Lutherjahr, der Weltkunstausstellung documenta in Kassel oder der fertig gestellten Elbphilharmonie punkten.

„Wir gehen davon aus, dass wir auch 2017 im europäischen Vergleich spitze bleiben“, erklärte der Präsident des Deutschen Tourismusverbandes, Reinhard Meyer in einer Mitteilung. Die guten Zahlen seien das gemeinsame Verdienst vieler klein- und mittelständischer Unternehmen und Tourismusorganisationen.

  • dpa
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