Übernahme durch Alstria
Deutsche Office lässt Rivalin zappeln

Alstria will den Konkurrenten Deutsche Office per Aktientausch übernehmen. Ein Großaktionär aus den USA hat bereits zugesagt. Doch das reicht den Hamburgern noch nicht für die Übernahme.
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FrankfurtDie Büroimmobilienfirma Deutsche Office reagiert bislang kühl auf die Avancen der Konkurrentin Alstria Office. Erst wenn Ende August die vollständigen Angebotsunterlagen für die geplante Übernahme veröffentlicht seien, werde sich Deutsche Office dazu äußern, sagten die beiden Vorstände Jürgen Overath und Christof Okulla am Dienstag in einer Telefonkonferenz. Das Management beschäftige sich aber schon jetzt allgemein mit der Frage, was ein Eignerwechsel für das Geschäft und die Mitarbeiter bedeuten könnte, hieß es in einer Präsentation zu den Halbjahreszahlen.

Die Hamburger Alstria hatte im Juni überraschend mitgeteilt, Deutsche Office mit Sitz in Köln übernehmen zu wollen, um ein schlagkräftigeres Unternehmen zu schmieden. Der Deal soll über einen Aktientausch abgewickelt werden, der das Unternehmen mit knapp 800 Millionen Euro bewertet. Die Alstria-Aktionäre haben die Pläne bereits abgesegnet. Unterstützung kommt auch von einer anderen wichtigen Seite: Der US-Finanzinvestor Oaktree, mit 60,5 Prozent größter Aktionär von Deutsche Office, hat erklärt, die Offerte anzunehmen. Branchenkreisen zufolge informierte Oaktree das Management von Deutsche Office erst in letzter Minute von der Entscheidung. Damit die Übernahme zustande kommt, müssen aber weitere 14,5 Prozent der Aktionäre ihre Papiere eintauschen.

Die Vorstände Overath und Okulla bemühten sich nun, die Sanierungserfolge der Immobiliengesellschaft hervorzuheben: Der Leerstand sinke, das Vermietungsgeschäft ziehe an. Das operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO) habe sich in den ersten sechs Monaten um knapp 18 Prozent auf 24,8 Millionen Euro verbessert. Im Gesamtjahr sollen es nun 52 Millionen werden, bislang wurden mindestens 50 Millionen Euro angepeilt. Eine weitere Abwertung des Immobilienbestandes, die Alstria ins Gespräch gebracht hat, hält die Deutsche Office nicht für nötig.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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