Übernahme durch Deutsche Wohnen Conwert lehnt Angebot ab

Conwert hat zum ersten Mal ausdrücklich das Übernahmeangebot von Deutsche Wohnen abgelehnt. Das Management hält die Offerte für zu niedrig. Damit ist ein Deal zwischen den Immobilienunternehmen wohl endgültig vom Tisch.
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Conwert ist auf Wohnimmobilien in Deutschland und Österreich spezialisiert. Quelle: Reuters
Conwert-Hauptgebäude in Wien

Conwert ist auf Wohnimmobilien in Deutschland und Österreich spezialisiert.

(Foto: Reuters)

WienDas österreichische Immobilienunternehmen Conwert hat das 1,2 Milliarden Euro schwere Übernahmeangebot der Deutschen Wohnen zurückgewiesen. Der Angebotspreis von 11,50 Euro je Aktie „spiegelt das Wertpotential von Conwert nicht adäquat wider“, erklärte das Unternehmen am Dienstagabend.

Die auf Wohnimmobilien in Deutschland und Österreich spezialisierte Conwert könne ihre Einnahmen aus dem operativen Geschäft (FFO I) bis 2016 aus eigener Kraft auf über 50 Millionen Euro steigern. Für 2015 sei ein Anstieg auf rund 40 Millionen Euro zu erwarten nach 35 Millionen Euro im Vorjahr, bekräftigte das Unternehmen. Gelingen soll das unter anderem durch geringere Finanzierungskosten. „Wir haben ein hartes Arbeitsprogramm für 2015 und 2016 erarbeitet“, sagte Conwert-Chef Clemens Schneider.

Conwert lehnt die Deutsche-Wohnen-Offerte damit zum ersten Mal ausdrücklich ab. Eine ausführlichere Stellungnahme will der Conwert-Verwaltungsrat bis spätestens 1. April vorlegen. Die Offerte der Deutsche Wohnen läuft noch bis 15. April. Sie will mindestens 50 Prozent plus eine Aktie einsammeln – ansonsten ist der Deal tot. Rund 30 Prozent hat sich das Unternehmen bereits gesichert – und ein höheres Angebot ausgeschlossen.

Wo sich Kaufen mehr lohnt als Mieten
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Eine Studie der Postbank hat untersucht, wo in Deutschland die eigenen vier Wände noch „bezahlbar“ sind. Bezahlbar heißt dabei, dass die Finanzierung der Immobilie nicht mehr als 40 Prozent des Nettohaushaltseinkommens ausmacht.

Dabei kam die Postbank zu dem Ergebnis, dass mehr als ein Drittel (37 Prozent) der heutigen Mieter sich Wohneigentum leisten können - und zwar von Flensburg bis Passau.

Insbesondere in Ostdeutschland seien Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser noch erschwinglich.

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ADAC-Testsieger Raststätte Vogtland Süd
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Zu den Gegenden im Osten, wo sogar große Häuser mit bis zu 120 Quadratmetern Wohnfläche bezahlbar sind gehört unter anderem das Vogtland. Die Region grenzt an die drei deutschen Freistaaten Bayern, Sachsen und Thüringen sowie an Tschechien. Wenn man nicht gerade auf der Autobahn unterwegs ist (Bild), hat das Vogtland viel Grünfläche zu bieten. Es gilt als idyllisches Fleckchen.

Allerdings sollten Käufer in Ostdeutschland besonders auf die Lage achten und die Wertbeständigkeit der Immobilie analysieren. Denn anders als in Süddeutschland wird der Wert einer Immobilie in Ostdeutschland nicht so einfach steigen. Die Immobilie könnte in einer ungünstigen Lage sogar sehr schnell an Wert verlieren.

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Zu den günstigen Regionen im Norden gehört die Wesermarsch, wo man ein 120-Quadratmeter-Haus mit weniger als 40 Prozent des Nettohaushaltseinkommens stemmen kann. Die Wesermarsch ist geprägt von der Weser, Wiesen und Marschland. In der Region ist die Arbeitslosenquote relativ hoch. Vielen Gebieten fehlt es an großen Arbeitgebern, was wohl auch zu den niedrigen Preisen beiträgt.

Wenn man Pech hat, kann die Immobilie in einer Region mit wenig Nachfrage auch an Wert verlieren. Käufer, die ihre Immobilie später für mehr Geld verkaufen möchten, sollten in Wachstumsregionen zugreifen. Zu diesen gehören laut der Studie...

Schützenverein
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...die Landkreise Dingolfing-Landau, Vechta und Main-Taunus. In diesen Regionen ist es möglich eine (noch) bezahlbare Wohnung zu finden, die in Zukunft deutlich mehr wert sein kann. Die Landkreise zeichnen sich durch besonders geringe Wohnungsleerstände, eine hohe Arbeitsplatzdichte und eine steigende Bevölkerungszahl aus.

Immobilienmarktatlas 2014 für Hamburg
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Kaufen in der Regel wirtschaftlicher als Mieten

In den meisten Kreisen und kreisfreien Städten ist Kaufen tendenziell wirtschaftlicher als Mieten, schreibt die Postbank in ihrer Studie. Das gelte für 73 Prozent der Haushalte in Wohnungen mit einem verfügbaren Netto-Einkommen über 1.200 Euro. Dies seien absolut sechs Millionen Haushalte.

Luxus-Wohnungen in Frankfurt
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Allerdings lohnt sich der Kauf in den sogenannten Hot-Spots in der Regel nicht. Etwa zehn Prozent aller deutschen Landkreise und kreisfreien Städte gehören dazu. In diesen Regionen ist eine 70-Quadratmeter-Wohnung für Haushalte, die weniger als 1700 Euro netto verdienen, nicht bezahlbar. Weder als Miet- noch als Eigentumswohnung. Zu diesen Hot-Spots gehören...

Spazierengänger am Tegernsee
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München (Foto), Hamburg, Frankfurt, Berlin und die Region rund um Freiburg. Die Preissteigerungen in diesen Regionen seien überdurchschnittlich. Nur noch Gutverdiener könnten sich hier eine Immobilie leisten. Durchschnittsverdiener müssten mehr als 50 Prozent ihres Nettohaushaltseinkommens hinblättern, um sich ein Eigenheim zu finanzieren. In solchen Regionen lohnt sich in der Regel die Miete mehr als der Kauf. Allerdings bestehen auch diesen Boom-Regionen die Chancen auf Wertsteigerungen, insbesondere, wenn man in einer guten Lage fündig wird.

Den Übernahmepreis hatte die Deutsche Wohnen mit den absehbar hohen Sanierungskosten für Conwert begründet. Im vergangenen Jahr verbuchte das österreichische Unternehmen unter dem Strich einen Verlust von knapp neun Millionen Euro nach einem Gewinn von gut 13 Millionen Euro im Jahr davor. Grund dafür ist unter anderem eine fehlgeschlagene Zinswette, die Conwert belastet.

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