Umbau der Europasparte

Hochtiefs Konzernumbau stockt

Bis zu 1.000 Stellen will Hochtief-Chef Fernández bei dem Baukonzern streichen. Doch nicht nur deshalb wächst der Unmut in der Belegschaft: Die Infrastruktur-Abteilung der Europasparte wird derzeit auf den Kopf gestellt.
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Hochtief-Helm auf der Baustelle der Elbphilharmonie: Insgesamt beschäftigt Hochtief in Deutschland noch rund 5.000 Mitarbeiter. Quelle: dpa

Hochtief-Helm auf der Baustelle der Elbphilharmonie: Insgesamt beschäftigt Hochtief in Deutschland noch rund 5.000 Mitarbeiter.

(Foto: dpa)

DüsseldorfHochtief-Chef Marcelino Fernández Verdes will die Europasparte um- und Personal abbauen. Doch er kommt „beim Umbau des Europageschäfts langsamer voran als geplant“, hat das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen erfahren.

Eigentlich sollte die erste Phase des Personalabbaus schon Ende vergangenen Jahres abgeschlossen sein. „Doch die Gespräche ziehen sich hin“, ist zu hören, insbesondere im Infrastrukturbereich. Es sei „völlig offen“, wann der gewünschte Zielkorridor erreicht werde. Hochtief hat dazu bisher keine Zahlen genannt. Es soll sich um 800 bis knapp 1.000 Stellen handeln. Insgesamt beschäftigt Hochtief in Deutschland noch rund 5.000 Mitarbeiter.

Beim Umbau der Division Infrastruktur in der Europasparte gibt es „großen Unmut“, ist aus Unternehmenskreisen zu hören. Da der Prozess sich hinzieht, haben viele gute Leute Hochtief bereits verlassen. Denn Fernández stellt den Bereich auf den Kopf. Bisher waren die Niederlassungen jeweils für ein Spezialgebiet und damit quasi weltweit zuständig. Künftig soll sich jede Niederlassung mit kleineren Regionen zufriedengeben, sich dafür aber um alle Arten von Infrastrukturprojekten kümmern.

Dieser Umbau führt zu massiven Personalverschiebungen und Veränderungen bei den Zuständigkeiten. „Da werden gut funktionierende Einheiten auseinandergerissen“, heißt es in den Kreisen. Ein Unternehmenssprecher von Hochtief räumte ein, dass der Umbau im Bereich Infrastruktur „komplexer“ sei als in anderen. Die Gespräche über den Personalabbau seien deshalb noch nicht so weit gediehen wie in anderen Bereichen.

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