Umfirmierung
Cewe erwartet Steuervorteil in Millionenhöhe

Bald wird aus dem Fotoentwickler Cewe Color eine KGaA. Davon erhofft sich Europas Marktführer erhebliche Steuervorteile. Die Prognosen des Unternehmens lassen sich auch weiterhin sehen.
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FrankfurtEuropas größter Fotoentwickler Cewe Color erwartet von der Umfirmierung in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) einen Steuervorteil in Millionenhöhe. Cewe werde ab Mittwoch als Cewe Stiftung & Co KGaA firmieren und daraus in den nächsten Jahren einen Steuervorteil im Wert von rund zehn Millionen Euro erzielen, teilte das Oldenburger Unternehmen am Dienstag mit. „Davon werden wir etwa drei Millionen Euro sofort verbuchen, also noch im Geschäftsjahr 2013“, sagte Finanzvorstand Olaf Holzkämper der „Börsenzeitung“. In den Folgejahren entstünden dann Steuervorteile von je rund einer halben Million Euro.

Die neue Rechtsform, die die Hauptversammlung im Juni beschlossen hatte, sei nun im Handelsregister eingetragen und werde mit Handelsbeginn am 2. Oktober auch an der Börse umgesetzt. Die Aktien der KGaA werden unverändert im Kleinwerteindex SDax notieren. An der Börse legten die Titel um gut ein Prozent auf 38,12 Euro zu.

Eine KGaA vereint Merkmale einer Gesellschaft mit persönlich haftenden Gesellschaftern mit denen einer Aktiengesellschaft (AG). Im Falle von Cewe ist die Neumüller Cewe Color Stiftung haftender Gesellschafter. Die Kommanditaktionäre stellen das Grundkapital zur Verfügung, haften darüber hinaus aber nicht für Forderungen gegen die Gesellschaft - wie die Aktionäre einer AG auch.

Die Prognosen für 2013 bekräftigte Cewe: Der Umsatz soll um bis zu fünf Prozent auf 510 bis 530 Millionen Euro wachsen und das operative Ergebnis (Ebit) zwischen 27 bis 33 (Vorjahr: 28,9) Millionen Euro liegen. Das neue Geschäftsfeld Online-Druck, das Cewe gerade neben dem Geschäft mit Fotobüchern und -geschenken als zweites Standbein aufbaut, soll in diesem Jahr 60 Millionen Euro umsetzen. Bis 2016 soll der Umsatz dann auf mehr als 100 Millionen Euro steigen. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir ganz langfristig im Onlinedruck sogar auf einen Umsatz von 400 Millionen Euro kommen können“, sagte Finanzchef Holzkämper. „Zurzeit kostet uns der Ausbau dieser Sparte noch Geld“, fügte er hinzu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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