Umfrage: Zeitarbeitsbranche rechnet mit einem Einbruch

Umfrage
Zeitarbeitsbranche rechnet mit einem Einbruch

Den Beschäftigten der Zeitarbeitsbranche drohen möglicherweise Einbußen. Im kommenden Jahr rechnen Experten mit einem Geschäftseinbruch von mindestens zwei Prozent. Sie warnen vor „sozialem Sprengstoff“.

MünchenDie führenden 25 Personaldienstleister der Zeitarbeitsbranche rechnen für 2013 mit einem Einbruch des Geschäftes von mindestens zwei Prozent. Das ist das Ergebnis einer Befragung der Marktforschungsagentur Lünendonk, die dem Handelsblatt vorliegt.

Als Grund für die schlechten Erwartungen nennen die Unternehmen vor allem die seit November geltenden Branchenzuschläge, die Zeitarbeit um bis zu fünfzig Prozent teurer macht. Zudem haben sich Unternehmen wie Volkswagen oder BMW verpflichtet, nur noch eine begrenzte Quote von Zeitarbeitern einzusetzen.

Führende Personaldienstleister warnen vor den Folgen. „Für die Geringqualifizierten wird es schwieriger, eine Beschäftigung zu finden. Da schlummert sozialer Sprengstoff“, sagte Stefan Polak, Chef der Job AG aus Fulda. „Einige Anbieter gehen mit den Preisen runter, dabei müssten diese bei steigenden Löhnen eigentlich rauf“, sagt Klaus Eierhoff, Geschäftsführer der Essener Tempton.

Die Branche fürchtet nun eine Welle von Konsolidierungen unter den 11.000 Personaldienstleistern in Deutschland.

 
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