Unternehmensberatung Deloitte im Angriffsmodus

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Consulting hat Wirtschaftsprüfung als Zugpferd abgelöst
Die erfolgreichsten Management-Berater
Platz 10: Goetzpartners Group, München
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Goetzpartners kommt in diesem Jahr auf einen Gesamtumsatz von 82 Millionen Euro, damit legt das Unternehmen um fünf Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr zu. Das Unternehmen wurde 1991 von Dr. Stephan Goetz und Stefan Sanktjohanser gegründet. International ist das Unternehmen mit 250 Beratern und 12 Büros in 9 Ländern präsent.

Jedes Jahr stellt die Lünendonk GmBH, Gesellschaft für Information und Kommunikation, eine Liste mit den erfolgreichsten Managementberatungen auf. Dabei wurden die in Deutschland ansässigen Managementberatungen hinsichtlich ihres Gesamtumsatzes im Jahr 2014 verglichen.

Platz 9: Porsche Consulting Gruppe, Bietigheim-Bissingen
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90 Millionen Euro Gesamtumsatz machte die Porsche Consulting im Jahr 2014, ebenfalls ein Plus von fünf Millionen Euro. 372 Berater beschäftigt die Firma derzeit. Die Consulting ist sowohl für Porsche als auch für externe Firmen aktiv.

Platz 8: Q_Perior AG, München
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Q_Perior konnte im vergangenen Jahr um zwei Millionen Euro zulegen und machte insgesamt einen Umsatz von 92 Millionen Euro. 427 Berater zählt das Unternehmen mittlerweile – ebenfalls zwei mehr als im Vorjahr. Q_Perior hat unter anderem Standorte in Hamburg, Frankfurt, München, Zürich und New York.

Platz 7: D-fine GmbH, Frankfurt am Main
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D-fine machte im Jahr 2014 einen Gesamtumsatz von 95,5 Millionen Euro, satte 13,5 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Auch bei den Mitarbeitern konnte die Firma zulegen, von 471 ging es auf 530 Beschäftigte hoch.

Platz 6: KPS, München
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KPS machte insgesamt einen Umsatz von 111,1 Millionen Euro, 14,1 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die Mitarbeiterzahlen sind fast explodiert: Von 171 auf 317. Die Gesellschaft ist 2008 aus dem Reverse-Take-Over der Haitec AG durch die KPS Consulting GmbH entstanden. Unternehmenssitz der KPS ist in München mit weiteren Geschäftsstellen in Österreich und der Schweiz sowie in Skandinavien. Das Unternehmen ist ein im General Standard gelistetes börsennotiertes Unternehmen.

Platz 5: Kienbaum, Gummersbach
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Kienbaum legte um drei Millionen Euro zu, auf insgesamt 115 Millionen Euro Gesamtumsatz. Bei den Mitarbeitern ging es etwas zurück, von 710 auf 670. Kienbaum wurde am 15. Oktober 1945 von Gerhard Kienbaum gegründet. Heute bietet das Unternehmen Beratungsleistungen in den Bereichen Executive Search, Human Resource Management, Vergütungsberatung sowie Management Consulting und Unternehmenskommunikation.

Platz 4: Horvath, Stuttgart
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Horvath machte insgesamt einen Umsatz von 122 Millionen Euro, ein Plus von 16,5 Millionen Euro. Weltweit beschäftigt die Consulting 536 Mitarbeiter.

Bei Deloitte hat das Consulting bereits die klassische Wirtschaftsprüfung als umsatzstärkste Sparte abgelöst. Die Managementberatung steigerte die Gesamtleistung um 36 Prozent auf 440 Millionen Euro. Die Wirtschaftsprüfung legte um 27 Prozent auf 397 Millionen Euro zu. Hier profitierte Deloitte aber weniger von neuen Mandaten für Bilanz-Testate, sondern von den prüfungsnahen Beratungsleistungen. Dazu zählen die Bewertung von Risiken für Unternehmen, beispielsweise durch den Brexit oder durch Cyber-Attacken.

Plendl positioniert Deloitte als Spezialisten für die digitale Transformation und als Multi-Dienstleister. Für die Consultingsparte rechnet er im laufenden Geschäftsjahr mit einem weiteren Wachstum von 20 Prozent. Insgesamt will Deloitte in Deutschland um mindestens zehn Prozent zulegen. Dazu sollen alle Geschäftsbereiche beitragen, also auch die Steuer- und Rechtsdivision, die zuletzt um ein Viertel auf 246 Millionen Euro zulegte, sowie das Geschäft Financial Advisory, das um 53 Prozent auf 253 Millionen Euro wuchs. Hier profitierte Deloitte von der Beratung bei Übernahmen und von der Forensik, beispielswiese der Wiederherstellung gelöschter Daten zur Aufklärung von Kriminalität in Unternehmen.

Die stärkste Nachfrage kam für Deloitte aus dem Automobilsektor, wo sich die Kunden auf die Ära des Elektroautos und des autonomen Fahrens ausrichten. Aber auch Banken und Versicherungen erwiesen sich erneut als volumenstarke Auftraggeber. Aktuell hat Deloitte etwa einen Großauftrag aus dem Versicherungssektor über 35 Millionen Euro hinzugewonnen. Dabei geht es um die operative Umsetzung einer neuen Digitalstrategie.

Das Geschäft mit den Finanzsektor will Deloitte durch einen Zukauf weiter ausbauen. Plendl kündigt die Übernahme des Frankfurter IT-Spezialisten SCDM an. Die Firma ist mit 150 Mitarbeitern auf Datenanalyse in Bilanzprüfverfahren spezialisiert. Mit ihrer Software können für Banken und Versicherungen beispielsweise Fonds automatisiert und jeden Tag geprüft werden. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. 

Im klassischen Geschäft mit dem Testieren von Bilanzen gelingen den „Big Four“ der Branche keine großen Sprünge mehr. Hier geht es eher um Umverteilung von Marktanteilen und Mandaten. Das wird auch in den kommenden Jahren so bleiben, erwartet Deloitte-Deutschlandchef Plendl. „Die weltweite Dynamik in unserem Geschäft kommt nicht aus der Wirtschaftsprüfung“, sagt er. Dennoch bleibe es für Deloitte weiter ein wichtiges Kerngeschäft.

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