Untreue-Prozess
Nürburgring-Verkauf steht kurz bevor

Der Verkauf des Nürburgrings soll nun endgültig besiegelt werden. Derweil befindet die Staatsanwaltschaft Ex-Finanzminister Deubel im Untreue-Prozess wegen der gescheiterten Privatfinanzierung für schuldig.
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NürburgDie lange erwartete Entscheidung über den Verkauf des insolventen Nürburgrings steht nach Angaben seiner Sanierer unmittelbar bevor. An diesem Dienstagmorgen tage dazu der Gläubigerausschuss, sagte ihr Sprecher Pietro Nuvoloni am Montag der dpa. „Dann ist mit einer Entscheidung über den Verkauf des Rings zu rechnen.“

Am Dienstagnachmittag (14.00 Uhr) werde in Koblenz die Öffentlichkeit informiert: „Auf unserer Pressekonferenz werden wir Ihnen das Ergebnis des Investorenprozesses über den Verkauf der Vermögenswerte des Nürburgrings sowie die Erwerber vorstellen. Die neuen Erwerber werden hierbei auch Grundzüge ihres Konzepts und ihrer Pläne für den Nürburgring präsentieren.“

Dieser enge Zeitplan könnte darauf hindeuten, dass sich die beiden Sanierungsexperten Thomas Schmidt und Jens Lieser längst entschieden haben - und nur noch der Gläubigerausschuss zustimmen muss. Laut SWR tagt er in Koblenz. In dem Gremium sitzen Vertreter der Arbeitsagentur, der Arbeitnehmer, der benachbarten Kommunen und der rheinland-pfälzischen Förderbank ISB. Das Land ist Hauptgläubiger.

Eine geplante Privatfinanzierung des Nürburgring-Ausbaus war 2009 zunächst gescheitert. Im darauf folgenden Untreue-Prozess befand die Anklage den rheinland-pfälzischen Ex-Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) am Montag für schuldig. Sie sprach vor dem Landgericht Koblenz von einem besonders schweren Fall von Untreue. Staatsanwältin Martina Müller-Ehlen erklärte, Deubel sei seit Anfang 2008 faktischer Geschäftsführer der größtenteils landeseigenen Nürburgring GmbH gewesen. Er habe seine Befugnisse als Amtsträger überschritten.

In dem 2012 begonnenen Mammutverfahren geht es um den 330 Millionen Euro teuren Ausbau der Rennstrecke. Finanziell einspringen musste am Ende das Land Rheinland-Pfalz. Angeklagt sind neben Deubel auch Ex-Ringchef Walter Kafitz und mehrere Manager. Die Hauptangeklagten sollen beträchtliche finanzielle Schäden mitverursacht haben.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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