Verkauf an Grove: Hochtief trennt sich von Aurelis-Anteil

Verkauf an Grove
Hochtief trennt sich von Aurelis-Anteil

Der Baukonzern Hochtief verkauft seine Anteile an dem Immobilienunternehmen Aurelis. Käufer ist ein Investmentkonsortium unter der Führung von Grove International. Der Preis ist noch nicht bekannt.
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DüsseldorfHochtief -Chef Marcelino Fernandez Verdes arbeitet mit der Trennung von der Immobilienbeteiligung Aurelis seine Verkaufsliste weiter ab. Hochtief habe nach längerer Käufersuche Verkaufsvereinbarungen für seinen Aurelis-Anteil von 50 Prozent unterzeichnet, teilte der Konzern am Montag mit. Der Verkaufspreis liege „etwa auf Höhe des Buchwerts mit Stand 30. November 2013“.

In einer Hochtief-Präsentation aus dem vergangenen Jahr war der Buchwert des Anteils auf rund 250 Millionen Euro beziffert worden. Der von der spanischen Hochtief-Mutter ACS nach Essen entsandte Verdes hat Hochtief eine Trennung von Randgeschäften verordnet, er will den Konzern auf Profit trimmen. Hochtief-Aktien notierten am Mittag leicht im Minus bei 59,67 Euro.

Ein Anteil an Aurelis von 43 Prozent soll an ein Investorenkonsortium unter Führung von Grove International gehen - Grove kontrolliert bereits 50 Prozent des ehemaligen Bahn-Tochter, wie Hochtief mitteilte. Auch die verbliebenen sieben Prozent würden an einen Investor verkauft.

Hochtief war 2007 zusammen mit der von Star-Investor George Soros gegründeten Gesellschaft Grove International bei Aurelis eingestiegen. Die ehemalige Tochter der Deutschen Bahn ist ein bundesweit aktiver Projekt- und Flächenentwickler. Zu den Projekten gehört etwa das Europaviertel West in Frankfurt. Aber auch in Hamburg, Berlin oder München ist das Unternehmen aktiv. Das gesamte Portfolio von Aurelis umfasste Ende 2012 etwa 13,6 Millionen Quadratmeter Grundstücksfläche.

„Diese Transaktion ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Umsetzung unserer Strategie“, erklärte Verdes. Der spanische Manager hatte bereits andere Beteiligungen veräußert. Das Flughafengeschäft hatte Hochtief verkauft, das Service-Geschäft mit knapp 6000 Mitarbeitern ging an die französische Spie-Gruppe. Auch zwei weitere Immobilien-Projektentwicklergeschäft hat Verdes zur Disposition gestellt. Verdes will Hochtief auf das Infrastrukturgeschäft rund um Verkehr, Energie und Städtebau konzentrieren. Zudem will er den Anteil an der australischen Tochter Leighton ausbauen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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