Verkauf des Service-Geschäfts: Strabag klopft bei Hochtief an

Verkauf des Service-Geschäfts
Strabag klopft bei Hochtief an

Hochtief hat zahlreiche Interessenten für sein Service-Geschäft, im In- und Ausland. Einer davon ist der österreichische Baukonzern Strabag. Es gebe „vermutlich eine perfekte strategische Passung“, heißt es.
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Wien/DüsseldorfDer österreichische Baukonzern Strabag hat Interesse am Service-Geschäft des Konkurrenten Hochtief angemeldet. Es gebe „vermutlich eine perfekte strategische Passung zwischen unserem und Hochtiefs Dienstleistungsgeschäft“, erklärte eine Strabag-Sprecherin am Montag. Strabag wolle im Rahmen eines Bieterverfahrens in die Bücher des Hochtief-Bereichs werfen – „nur so lässt sich feststellen, was das Unternehmen tatsächlich wert ist“, fügte die Sprecherin hinzu. Von Hochtief war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Der neue Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes hatte das Service-Geschäft mit 5.700 Beschäftigten zum Verkauf gestellt. Es würden zahlreiche Interessenten erwartet, hatte es im Umfeld des Essener Konzerns geheißen. Der Verkauf des Service-Geschäftes könnte Hochtief bis zu 170 Millionen Euro einbringen, hatte die „Wirtschaftswoche“ am Wochenende berichtet. Dem Blatt zufolge sind auch der finnische Baukonzern YIT, die dänische ISS-Gruppe sowie aus Frankreich der Bau- und Infrastrukturkonzern Vinci, der bereits in der Vergangenheit Interesse an Hochtief-Teilen angemeldet hatte, und der Dienstleister Cofely interessiert.

Als potenzielle inländische Käufer nannte das Magazin unter anderem den Mannheimer Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger. Ein Sprecher von Bilfinger sagte, der Konzern verfolge seit Jahren eine Strategie, um durch Akquisitionen zu wachsen. „Alles weitere sind Spekulationen“, ergänzte er.

Verdes hatte angekündigt, Hochtief auf Profit trimmen zu wollen. Der Konzern solle sich wieder auf seine Wurzeln besinnen: den klassischen Baubereich. Dazu will sich Hochtief von der Hälfte seines Europa-Geschäftes trennen. Außerdem wolle Hochtief auch weiterhin sein Flughafengeschäft veräußern, hatte der vom spanischen Großaktionär ACS entsandte Manager gesagt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wie schon anfangs, während der Übermahme kolportiert wurde, hat ACS vor, Hochtief teilweise zu zerschlagen, um eigene, schon cor der Übername vorhandene Finanzprobleme zu lösen.
    Bedauerlicherweise hatte Hochtief seine Aktionäre vorher nicht verwöhnt und der Kaufkurs lag so weit unter dem wirklichen Wert. Diese Schätze kann ACS jetzt heben.

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