Vermittlung von Putzhilfen im Netz: „Der größte Wettbewerber ist der Schwarzmarkt”

Vermittlung von Putzhilfen im Netz
„Der größte Wettbewerber ist der Schwarzmarkt”

Die Vermittlung von Putzhilfen gilt als Milliardenmarkt – eine Branche, die von Unternehmen kaum erschlossen ist. Portale wie Helpling und Homejoy versprechen legale und versicherte Assistenten. Kann das funktionieren?
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DüsseldorfDas Putzen von Wohnungen wird wie kaum eine andere Branche von Schwarzarbeit dominiert. Mit haushaltsnahen Dienstleistungen werden in Deutschland Schätzungen zufolge mehr als 50 Milliarden Euro im Jahr an der Steuer vorbeigeschleust.

Seit Jahren versuchen der Bund und die Rentenversicherung Lösungen zu finden. Für angemeldete Mini-Jobber im Haushalt müssen die privaten Brötchengeber nur rund die Hälfte der Steuern und Abgaben Zahlen – 14,4 Prozent. Und die Mini-Job-Zentrale bietet eine kostenlose Vermittlungsplattform für Putzhilfen und Co. an.

Doch die Bemühungen tragen kaum Früchte. Rund 90 Prozent der geschätzt vier Millionen Haushaltshilfen arbeiten noch immer schwarz. Startups wie Helpling, Homejoy oder Book a Tiger wollen das ändern. Die Motivation der Unternehmen liegt dabei aber vor allem in der Erschließung eines attraktiven Marktes.

„Theoretisch hat jeder Haushalt diesen Bedarf. Putzen macht einfach in der Regel keinen Spaß”, sagt Matthias Siegmund, Deutschlandchef des US-Marktführers Homejoy. Und das Umfeld biete einen großen Vorteil: „Unser größter Wettbewerber ist der Schwarzmarkt.“

Auch Benedikt Franke, Mitgründer von Helpling, sieht in der aktuellen Lage großes Potential. „Unser Ziel ist es, den kaputten und intransparenten Markt zu professionalisieren und zu legalisieren.” Die Rahmenbedingungen für Selbstständige sei nicht optimal, so Franke. „In diesem System haben wir eine attraktive Alternative geschaffen.”

Daran wollen auch einige Größen der Netzwirtschaft mitverdienen. Mit zwei Finanzspritzen – unter anderen von Rocket Internet – hat sich Helpling innerhalb eines Jahres 56,5 Millionen Euro Investitionskapital gesichert. Auch Book a Tiger hat Millionen eingestrichen – vor allem von Tamedia. Der Schweizer Medienkonzern gibt unter anderem die Gratiszeitung „20 Minuten” heraus. Die US-Mutter von Homejoy startete ihr Geschäft 2010 in den Staaten und wurde unter anderem von Google Ventures unterstützt.

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  • So wird in Deutschland jeder unter GENERALVERDACHT gestellt. Mit kriminellen MITTELN seinen AUFENTHALT in Deutschland erschleichen. Du bist eine VERBRECHERIN. Abschieben. Kein Steuern zahlen aber vom STEUERSYSTEM täglich profitieren. Jede Straße und jeder WEG auf dem Du läufst, alles was Du benutz ist von STEUERMITTELN mit finanzierst und DU zahlst keine STEUERN. Von kriminellen UNTERWANDERT. Das sie das dauerhaft machen! Den Markt zu legalisieren meint KRIMINELLE AUSLÄNDER legalisieren. Was sagen alle, die müssen sich nicht unbeliebt machen sie sind unbeliebt. Dauerarbeitsplätze = Bundesknappschaft. Extra eingerichtet.

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