Versanddienstleister: Post erklärt Personalabbau für beendet

Versanddienstleister
Post erklärt Personalabbau für beendet

Die Mitarbeiterzahl der Deutschen Post ist 2012 stabil geblieben – das boomende Paketgeschäft kann die Verluste der Briefsparte kompensieren. In Deutschland will das Unternehmen stärker ausbilden.
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BonnDie Deutsche Post will im Gegensatz zur Deutschen Telekom hierzulande keine weiteren Arbeitsplätze mehr abbauen. „Die Zahl der Arbeitsplätze in Deutschland wird in etwa stabil bleiben oder kann sogar leicht zulegen, wenn die wirtschaftliche Lage es zulässt“, sagte Post-Personalchefin Angela Titzrath der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ/Freitag).

Im abgelaufenen Jahr sei die Mitarbeiterzahl in Deutschland etwa stabil geblieben. Dabei konnte die Post die schrumpfenden Umsätze im traditionellen Briefgeschäft zuletzt mit dem boomenden Paketversand kompensieren.

Auch die Geschäfte mit internationalen Eilsendungen, Lagerhaltung und Transporten laufen gut. Die DHL-Sparten, in denen die Post dieses Geschäft gebündelt hat, sind die Wachstumsträger im Konzern, der vor allem vom starken Wachstum in Asien profitiert. Trotz der positiven Entwicklung dämpfte Titzrath Hoffnungen auf eine kräftige Tariferhöhung. Die schwierige wirtschaftliche Lage in Europa werde sich auch in den Tarifverhandlungen widerspiegeln, sagte sie.

Ärger mit den Gewerkschaften hat die Post in der Türkei. Die Gewerkschaft Verdi wirft der Post vor, dass die Post-Sparte DHL dort gewerkschaftliche Tätigkeiten verhindere. Titzrath kündigte an, die dortigen Geschehnisse genau zu untersuchen. Die Post verfolge keine Gewerkschaftsvermeidungsstrategie.

In Deutschland will die Post in diesem Jahr „mehr junge Menschen ausbilden als je zuvor“, sagte Titzrath, die im Mai vorigen Jahres von Daimler zu Deutsche Post DHL gekommen war. Mehr als 2100 jungen Leuten werde ein Ausbildungs- oder Studienplatz angeboten. Weltweit beschäftigt die Post rund 470.000 Menschen.

Nicht jeder Paketlaster mit dem DHL-Logo wird indes von Beschäftigten des Konzerns gefahren. Bis zu 990 Zustellbezirke werden hierzulande von Fremdfirmen bewirtschaftet. Diese Obergrenze sei mit der Gewerkschaft bis zum Jahr 2015 festgeschrieben, sagte Titzrath.

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