Weihnachts-Boom in der Logistik
Schwerstarbeit für Paketboten

Der boomende Onlinehandel setzt auch 2015 die Paketzusteller unter Dampf, besonders in der Weihnachtszeit. Bis zum Fest müssen alle Geschenke raus. Das hektische, aber lukrative Jahresendgeschäft hat wieder begonnen.

Bonn/KölnEigentlich ist es wie jedes Mal in der Vorweihnachtszeit: Kaufen, Bezahlen, Verpacken, Zustellen. In der wichtigsten Verkaufssaison des Jahres schwingt sich der Onlinehandel wieder zu neuen Höchstleistungen auf - und bringt die Paketzusteller ins Schwitzen. Immer mehr Verbraucher meiden Hektik und Gedränge in Kaufhäusern oder auf Weihnachtsmärkten. Geschenke für die Liebsten werden vom Sofa daheim bequem per Mausklick im Internet geordert.

Im Schlepptau der Versender um Amazon, Otto, Zalando und Co. profitieren in dem Geschäft besonders die Paketdienstleister. Frank Appel, Vorstandschef der Deutschen Post, nennt die Zusteller auf Neudeutsch auch gerne die Enabler - also jene, die den Boom des Onlinehandels erst ermöglichen. Und der ist für den Konzern hochlukrativ: Das Paketgeschäft ist ein Wachstumstreiber, der so manche Delle aus dem Einbruch des klassischen Briefgeschäftes wieder wettmacht.

Die Chancen sind gut, dass der Onlinehandel auch in den kommenden Jahren seine Dynamik beibehält: Der langfristige stetige Aufwärtstrend sei intakt, heißt es nüchtern in einer Studie über den Kurier-, Express- und Paketmarkt (KEP) 2015 des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik. Bis 2019 rechnen Unternehmensberater von Arthur D. Little mit einem Volumen von 70 Milliarden Euro.

Der Handelsverband Deutschland erwartet im Weihnachtsgeschäft und im gesamten Jahr 2015 ein Plus von jeweils 12 Prozent auf 11 Milliarden Euro beziehungsweise 41,7 Milliarden Euro im E-Commerce.

Und weil die Post mit Paketen jetzt richtig abgeht, müssen die Unternehmen für mehr Hände in Zustellung und Sortierung sorgen: Rund 10.000 zusätzliche Aushilfskräfte stellt die Deutsche Post nach eigenen Angaben ein. Außerdem kommen 10.000 zusätzliche Fahrzeuge zum Einsatz, um den anstehenden Paket-Ansturm bewältigen zu können. „Im Vergleich zum Vorjahr erwarten wir einen Anstieg der Sendungsmengen vor Weihnachten um rund 10 Prozent“, meint ein Konzernsprecher.

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