Weniger Stellenabbau: Bahn legt Streit über Cargo-Sarnierung bei

Weniger Stellenabbau
Bahn legt Streit über Cargo-Sarnierung bei

Drei Jahre lang hat sich die Deutsche Bahn mit dem Betriebsrat um den Sanierungskurs bei Cargo gestritten: Jetzt kam es zur Einigung. Gestrichen werden nur noch rund 2000 Stellen über die nächsten fünf Jahre.
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BerlinDie Deutsche Bahn hat sich nach fast einjährigem Ringen mit den Arbeitnehmern auf einen Sanierungskurs für den angeschlagenen Schienen-Güterverkehr verständigt. Nachdem der Einigungsversuch in der vergangenen Woche unter heftigen gegenseitigen Vorwürfen für gescheitert erklärt worden war, erklärten beide Seiten am Montag doch noch eine Einigung. In einem von DB-Cargo-Chef Jürgen Wilder und dem Betriebsratsvorsitzenden Jörg Hensel unterschriebenen Brief an die Mitarbeiter, der Reuters vorliegt, heißt es, der geplante Personalabbau werde deutlich gestreckt. Unternehmenskreisen zufolge sollen in den nächsten Jahren nur noch rund 2000 der derzeit noch etwa 18.000 Stellen wegfallen. Ursprünglich sollten es bis zu 3000 sein.

Gestrichen werden sollen die Stellen aber über die nächsten Jahre bis 2021 und jeweils erst dann, wenn neue Organisationen und Prozesse installiert sind. Betriebsbedingte Kündigungen sind bei der Bahn ausgeschlossen. Arbeitnehmer können aber auf einen anderen Arbeitsplatz im Konzern versetzt werden oder einen Aufhebungsvertrag unterschreiben.

Die Güterbahn ist seit Jahren in der Krise und hatte 2015 maßgeblich dazu beigetragen, dass der Konzern insgesamt einen Milliardenverlust schrieb. Beschlossen ist daher bereits, dass rund 200 kleinere Güterbahnhöfe geschlossen werden. Gewerkschaft und Betriebsrat hatten der Geschäftsführung aber wiederholt vorgeworfen, sie haben kein Konzept, um wieder auf Wachstumskurs zurückzukehren. Jetzt heißt es im Mitarbeiterbrief zum Zweck der Sanierung: "Ziele sind dabei, den Volumenrückgang der vergangenen Jahre zu stoppen, wirtschaftliche Wachstumspotenziale zu identifizieren und zusätzlichen Umsatz- und Ergebnisbeitrag zu generieren."

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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