Der Werber-Rat Frauen im SUV haben mehr zu bieten

Luxus-Geländewagen sind wie gemacht für Frauen über 40. Denn SUVs sind die Auto-gewordenen Lösung, sich weiterhin alle Möglichkeiten offenzuhalten. Leider liegt das Potenzial der Fahrerinnen manchmal brach.
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SUV Audi Q7: Beim Autokauf entscheiden Frauen heute mit. Quelle: Reuters

SUV Audi Q7: Beim Autokauf entscheiden Frauen heute mit.

(Foto: Reuters)

Autohersteller hören es nicht gern, aber SUVs entwickeln sich zu echten Frauengefährten. Zweistellige Wachstumsraten über mehrere Jahre lassen sich nicht allein damit erklären, dass finanzstarke Männer ihren Frauen allradgetriebene Schmuckstücke andienen wollen. Beim Autokauf reden Frauen heute entscheidend mit.

Zugleich berücksichtigen Männer die weibliche Perspektive inzwischen sogar bei ihrem eigenen Auto. Und Frauen mit eigener finanzieller Potenz mögen den Überblick im Hochsitz sowieso.

Ines Imdahl ist Psychologin und Inhaberin der Marktforschungsagentur Rheingold Salon.

Ines Imdahl ist Psychologin und Inhaberin der Marktforschungsagentur Rheingold Salon.

Das liegt daran, dass die Luxus-Geländewagen für Frauen ein altes Problem lösen. Sie konnten früher entweder einen „typischen“ leicht einparkbaren Kleinwagen - natürlich ohne Einparkhilfe - erwerben oder von C bis S-Klasse und 5er bis 7er zu männlichen Statussymbolen greifen. Viele autointeressierte Frauen mochten weder das eine noch das andere. SUVs haben die Kategorien gesprengt und ermöglichen Frauen leistungsstarke Autos mit Platz und Sicherheit für die Familie, ohne alte Kleinwagen- und Kombiklischees bedienen zu müssen.

Für Frauen um die 40 verkörpern SUVs darüber hinaus das Lebensgefühl ihrer Generation. Allradantrieb, Überblick, Sicherheit, Platz, vermeintliche „Geländetauglichkeit“ vermitteln eine Vielzahl von Optionen. Mit ähnlich vielen Optionen sind diese Frauen aufgewachsen. Im Gegensatz zu ihren Müttern konnten sie studieren, Berufe ihrer Wahl ergreifen, alternativ oder zusätzlich Familien gründen. Sie konnten auch beides tun oder eben lassen.

Darüber hinaus sah wahrscheinlich niemals eine Generation von Frauen so gut aus wie diese - 40 ist die neue 20 titelte kürzlich ein Magazin. Alle Möglichkeiten zu haben bedeutete aber mit zunehmendem Alter auch alle Möglichkeiten nutzen zu müssen. SUVs sind nicht selten die Auto-gewordene Lösung, sich weiterhin alle Möglichkeiten offenzuhalten. All-rad ermöglicht „all ways“ - eben nicht nur auf der Straße, sondern auch im Leben.

Manchmal demonstrieren Fahrerinnen von SUVs aber auch, dass sie noch mehr zu bieten haben und ein Teil ihres Potenzials brachliegt. Nicht selten bekommen sie ihre PS nur von Garage bis Grundschule auf die Straße. Die Vollzeitbeschäftigung als Taxiservice und Hausaufgabenkontrolleurin lastet sie intellektuell nicht aus. Schön wäre, wenn diese Frauen ihre Potenz an Bildung und Können endlich auch im beruflichen Umfeld zur Schau stellen könnten. Dann würde nämlich das heute noch von Marketingleuten verabscheute Wort „Frauenauto“ ebenfalls an Schrecken verlieren.

Die Autorin:
Ines Imdahl ist Psychologin und Inhaberin der Marktforschungsagentur Rheingold Salon. Sie ist einer von fünf Kolumnisten, die im täglichen Wechsel über Kommunikation schreiben.

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19 Kommentare zu "Der Werber-Rat: Frauen im SUV haben mehr zu bieten"

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  • Ich rate allen SUV-Fahrern sich die Dokumentation "The Oil Crash" anzuschauen. Vielleicht geht dem einen oder anderen dann auf, dass Öl eine begrenzte Ressource ist und besser für die Nahrungsmittelproduktion verwendet werden sollte und nicht für Shopping-Trips. Auto-Fahrer (Benzin-Verbraucher) fressen den zukünftigen Generationen das Brot weg! Wer das nicht versteht, sollte die Doku gucken!

  • Hier herrstcht wieder absolutes Klischeedenken!

    Es gibt auch Frauen, die gut ausgebildet sind, einen guten Job haben und nicht nur die Kinder zum Kindergarten bringen...!

    Wer täglich viele Kilometer fahren muss, der weiß den Komfort eines SUVs (BMW X3) zu schätzen. Wenn man dann damit auch noch weitere Annehmlichkeiten verbinden kann - Anhänger ziehen und mit Allrad auf keinem Matschplatz mehr festsitzen - dann hat ist es einfach ein "tolles" Auto für Mann und Frau...!

  • ps: ich weiss nicht inwieweit sie innerhalb der iqs differenziert haben, hochintellegenz ist über 130 besser 150. der durschnittsbürger bewegt sich zwischen ~85-115. hier setzten auch die meisten abgeänderten iqtests an, um mehr leistungsfähigkeit (sie kapitalistische arbeitswelt..) zu erlangen. jedoch bei echter intelligenz, als nicht systemoptimierte denkabläufe gesehen, kommen auf fünf männer mit einem iq von über 150 eine frau. und sie werden mir sicher nicht absprechen, das in diesem fall iq nicht von äußeren umständen abhängig ist. daher auch nicht in genderrollen zurückgepresst werden kann.

    in bereichen der normaliqs sind soziale umstände schon ausreichend um den iq um bis zu mehr als 10 punkte nach unten oben verschieben zu können. das macht sich in den statistiken bemerkbar.

    die bandbreite des iqs bei männern entspricht von ganz dumm bis normal bis hochintelligent. bei frauen finden sich im mittleren feld weniger, das wars auch damit. so what...

  • (1) einschränkend zu solchen studien, die mir alle hinlänglich bekannt sind, muss man sagen, dass diese genauso wie anerkannte iqtests nicht die geschlechtsspezifischen normen beachten. zum nachteil beider geschlechter,

    (2) und zu erfolgreicher, strebsamer -> das sind genauso auferlegte erziehungsstrukturen, hier werden in diesem fall mädchen im allgemeinen früher auf gehorsam erzogen. werden burschen auch konformeller mit mehr führung bedacht, sind die ergebsnisse wieder 5:1 für die burschen, es kommt immer auf den grad der möglichen sozialen sagen wir mal ablenkung an.
    viceversa:

    (3) wachsen mädchen frei von gesellschaftsbildern auf, haben sie die gleichen probleme wie gleichaltrige burschen zb. in der ausbildung/sozialem. siehe prügelnde mädchen. überraschenderweise zeichneten sich mädchen mit übertriebener härte aus. welche gründe das hat, ist zwar mit ein paar gedankengängen vllt nachvollziehbar, aber noch nicht eindeutig geklärt, deswegen lass ich das einmal aussen vor.

    nach abschluss der ausbildung sind beide geschlechter wieder gleich auf.
    siehe da ab 25 jahren sind die daten wieder ausgeglichen, und entsprechen wieder dem zu erwartenden (weil körperlich vorgegebenen) normalstand 5:1.

    (4) wie sie selbst sicher wissen, ist der iq des entscheidungsträgers und der erfolg eines unternehmens nicht direkt übertragbar. natürlich müssen frauen besser sein, wenn sie ein unternehmen leiten.

    oder haben sie irgendwo - ich formuliere es leicht provokant - die totale gleichstellung in der unternehmenswelt?
    männer haben es leichter unternehmen aufzubauen, da bekommen viele durchschnittsintelligenzler eine chance.

    frauen, die es schaffen unternehmen aufzubauen, haben meistens einen langen weg hinter sich, sie müssen großteils leider noch immer mehr beweise erbringen, dass in sie gesetzte vertrauen auch umsetzen zu können. und diese frauen sind logischerweise sehr gut. wie wären sie denn sonst dort?

    mit freundlichen grüßen,
    ihr frauenliebhaber

  • aloa.. da wissen sie als beteiligte sicher mehr darüber.. die intelligenz den ausgleichenden diskurs wahrzunehmen, haben sie nicht gezeigt.


    und wenn sie aufmerksamer gelesen hätten, habe ich intelligenz dem weiblichen geschlecht auch nicht abgesprochen. lediglich auf einen biologischen umstand hingewiesen. ihre reaktion (zumindest suggeriert ihr beitrag das sie weiblich sind) ist von abwehrmechanismen (der antrieb scheint empörung/entrüstung/existenzangst) geprägt und beweißt meine aussage nachträglich. instrumentalisierung der frau. schade, sie haben leider nicht zur besserung dieses umstandes beigetragen, top hineingefallen:)

    ich teile meine antwort in zwei beträge, da nur 2000 zeichen pro beitrag erlaubt.

    ad ihrer daten..

    das hat nichts mit iq zu tun, darauf gehe ich in punkt 1-4 ein.
    dem vorraus gebe ich ihnen noch einen kleinen hint. frauen sind deswegen prozentual erfolgreicher als männer in unternehmen, da es wesentlich weniger an die spitze eben solcher schaffen, und wenn, dann hat das gründe. siehe punkt (4)

    daher die summe aller männer und die summe alle frauen an der spitze von unternehmen, spiegelt nicht die tatsächliche verteilung von intelligenz wieder,
    da vorher schon gut 75% der frauen aussortiert werden. teils aus schlichter inkompetenz, teils aus gründen der vorurteile od schlicht die lebensplanung ad kinder.

  • Ich liebe die Muttis, die morgens im Pyjama den Nikolas und die Florance in den katholischen Kindergarten bringen ( aus der Kirche sind sie selbstverständlich ausgetreten). In zweiter Reihe parkend blockieren sie mit ihrem "Range" die Strasse, bei Hupen zeigen sie weltgewandt den Mittelfinger.

    Man kann ihnen nur wünschen, dass Papi noch lange seinen "Wichtig Job" behält, was leider bei vielen zu bezweifeln ist.

  • IQ ?
    Statistik:. Mädchen schneiden in der Schule generell besser ab, erreichen häufiger und bessere Studienabschlüsse. Von Frauen geführte Unternehmen sind wirtschaftlich erfolgreicher. Frauen haben signifikant seltener Probleme mit Drogen jeglicher Art oder dem Gesetz. In Untersuchungen über das Fahrverhalten und die Kompetenz beim Einparken führen klar die Frauen und die höhere soziale Intelligenz ist ebenfalls erwiesen. Hat sich hier vielleicht ein Unbeteiligter zum Thema Intelligenz geäußert?

  • sie vergessen.. die dame kommt aus der werbung u das handelsblatt ist nicht unbedingt das unabhängigste.. lol.. was man hier liest entbehrt manchmal jeder grundlange. aber kein wunder.. schreiben ja alle voneinander ab od bekommens gleich von irgendwelchen dubiosen agenturen ohne auch nur selbst etwas zu recherchieren.. fail complete fail in allen basen. und dann kommen dahergerannte fachidioten (ob jetzt wie hier weiblich od männlich ist egal, dummheit ist geschlechtsübergreifend. einen biologischen seitenhieb erlaube ich mir aber: rein aufgrund der biologie gibt es auf fünf mann mit hoher intellegenz nur eine frau, u das hat nichts mit dem patriachat u der ausrichtung auf männliches denken zu tun, sondern einfach, das der mann xy-chromosom die volle bandbreite an möglichkeiten repräsentiert, die frau mit xx aber nur einen teil- daher verteilt sich die intellegenz innerhalb der geschlechter unterschiedlich, schön zu sehen am autofahren. neutral beurteilt, das kann man nachweisen, fahren fraun auto entweder sehr gut oder schlecht. es gibt empirisch weniger frauen, die im mittel zw. absoluter autokontrolle u keiner autokontrolle liegen. also böse gesagt, kann man sagen, frau kann oder kann nicht!) und lassen sich für ihr geschlecht auch noch instrumentalisieren mit falschen frauenbildern. die befreiung der frau via SUV? lol.. einkaufen macht frei!

  • Ich dachte, dass sich hier im Handelsblatt Leute bewegen, die sachliche Meinungen oder konstruktive Kritiken abgeben können. Schade, dass es nicht so ist. Aber es sit auch schade, dass solche Texte hier überhaupt veröffentlicht werden. Haben wir in diesem Lande nicht ganz andere Probleme?

  • Frau Imdahl wäre besser Zuhause am Herd geblieben, als mit ihrem, im Handelsblatt zur Schau gestellten beruflichen Potential, den Anspruch an die journalistische Arbeit zu senken.

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