Der Werber-Rat
Geliebte Krise

Wenn irgendwo Bewegung entsteht, fürchten vor allem Deutsche Risiken und Nebenwirkungen. Untersuchungen orten den traurigen deutschen Gemütszustand weit unter der tatsächlichen Lage.
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Die kluge „Zeit“ titelte: „Wir haben schlechte Nachrichten: Es geht uns gut.“

Symptomatisch zeigt sich das an der Energiewende. Das Jahrtausendprojekt droht an den Ängstlichen zu scheitern, die um ihr Vorgärtchen fürchten. Denn irgendwo muss die Energie ja herkommen. Aber bitte schön nicht von hier, nicht aus meiner Nachbarschaft.

Das Phänomen ist hinlänglich beschrieben und doch interessant: Denn nachdem die Ökonomie die Ökologie entdeckt hat, wendet sich nun die Ökologie gegen die Ökonomie. Die wetterabhängige Energieerzeugung wird zum Steuergrab, sie gefährdet Produktionsstandorte und Arbeitsplätze, schafft aber auch welche – und sorgt für Nebeneinkommen von Selbstversorgern. Eine vernünftige Abwägung scheint unmöglich.

Warum nicht Dynamik, aber ökonomisch und ökologisch? „Intelligentes Wachstum“ fordert Ralf Fücks, Kopf der grünennahen Böll-Stiftung, im gerade erschienenen Buch. An Altmaiers Lieblingsschreckgespenst, das sogenannte Fracking, hat er vernünftige Fragen: „Ist es besser, Erdgas aus Sibirien zu importieren, das dort ohne große ökologische Skrupel gefördert wird, als es unter kontrollierten Bedingungen im eigenen Land zu fördern?“

Er ist sich sicher, dass weder unser Nachbar Polen noch Australien, China oder die USA auf deutsche Parteitagsbeschlüsse hören. Sie werden ihre heimische Energie nicht ungenutzt lassen. Wir stolzen Exporteure dagegen könnten durch umweltschonende Technologie und Chemie nützlich sein. Ohne Referenztechnologie im eigenen Land aber sind die Produkte unglaubwürdig. Ein relevanter Beitrag für das Weltklima wären deshalb Technologielieferungen, die durch verbesserte Wirkungsgrade das Klimagas CO2 drastisch reduzieren und die Wirtschaftlichkeit verbessern.

Wo ist die Regierung, die einen „Green New Deal“ verkündet und das Land oder den Kontinent an die innovative Spitze bringt?

Das berühmte griechische Bibelwort „metanoite“ heißt nicht „Kehrt um und tut Buße!“, wie es uns die Apokalyptiker lustvoll predigen. Die korrekte Übersetzung ist: „Denkt größer!“ – über das Ziel und über eure Kraft. Dann nämlich werden nicht nur die Probleme sichtbar, sondern auch die Wege.

Der Autor:

Bodo Hombach ist Präsident der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik.

Kommentare zu " Der Werber-Rat: Geliebte Krise"

Alle Kommentare
  • @fenfir
    Seit wann kostest die Entsorgung der toten Vögel durch Windmühleneigentümer etwas? Die Vögel erleiden einen schnellen oder langsammen Tod und der Rest wird von der Tierwelt und Natur erledigt! Der Winmühlenbetreiber will sich doch nicht mit toten Vögeln, bei seiner Subentionsabzocke ala Windenergie, ins Geschäft spucken lassen. Und dies ist durchgängige Praxis in der Windmühlenmafia Abzockerbranche!
    Im Gegensatz hat die wirtschafts und technisch basierende Industrie- und Handwerksbranche, die am Markt immer im Wettbewerb mit anderen Unternehmen steht, ein Eigeninteresse und eine menschliche Verpflichtung gegenüber einer gesunden und umweltfreundlichen Arbeitsumgebung. Die Zeiten in der deutschen Industrie und des Handwerks haben sich schon vor 40 Jahren zum Besseren gewandelt. Heut zu Tage kann sich kein Unternehmen mehr einen Gesundheits- bzw. Umweltskandal mehr leisten. Schon alleine aus Imagegründen her. Der Wettbewerb und die schnelle Kommunikation zwingt die Unternehmen zu einem sauberen und sichern Arbeitsumfeld.

  • Das nicht zur Kentniss nehmen wollen von Kosten,ist das Denken von Firmen.

    Ich kan an Lötarbeitsplätzen Dampfabsauger einbauen.
    Das Kostet mich 1000 € pro Platz.
    Ich kann es sein lassen, weil ich davon ausgehe, das der Arbeitsplatz nur 10 Jahre
    erhalten bleibt.
    Die Lungenerkrankungen fallen aber erst nach
    25 Jahren an.
    Dann zahlt das die Krankenkasse,
    und die Frührente die Rentenkasse.
    Für die Firma ist es also Billiger die
    Spätfolgen nicht zu Berechnen.
    Keine Filter einzubauen.
    Solange die Schreiber hier nicht selber
    daran erkranken, klammern sie die Kosten
    einfach aus.
    Will man, um die Arbeitsplätze zu erhalten
    die Gesundheit der Arbeitnehmer gefährden?
    Will man aus Betriebskosten, Kosten machen,
    die der Arbeitnehmer über die Sozialversicherung mit Bezahlt?

    Um wirklich die Günstigste Ennergie zu ermitteln muss man alle Kosten Berechnen.
    Die Entsorgung der Toten Vögel, genauso wie
    Krankenkosten durch Abgase. Aber das will hier wohl keiner wahr haben

  • Man befasse sich mit den Hintergründen, den Zusammenhängen, Strukturen der Energiewende!! Diese Energiewende dient nur einigen wenigen um Profit zu machen!! Die Lasten zahlt der Steuerzahler!

    Es ist alles Panikmache!! Die Natur hat sich schon immer verändert und der Mensch maßt sich an, dieses aufhalten zu wollen! Lächerlich!! Es gibt auch kein ewiges Wachstum!! Das geht nur auf Kosten der Umwelt, der Menschen!!! Anstatt das System zu verändern, vorallem das Geldsystem! verschandelt man die Umwelt und schadet den Tieren, der Natur.

    Der Mensch ist und bleibt das dümmste Tier auf Erden. Schafft sich seinen eigenen Untergang! Nur weil egoistische, machtbesessene Volltrottel in der Politik sitzen...



  • @fenfir
    Lassen Sie die fiktive Werterechnung. Diese Berechnung ist bei Diktatoren und Propagandisten beliebt. Diese Berechnung gaugelt eine Scheinwelt vor! Hat aber mit der realen Welt NICHTS gemein.
    Es gibt bei der Stromerzeugung das Watt als Einheit. Dieses ist wirtschaftlich und damit preislich am Energiemarkt das Maß für die reale Berechnung. Um sehr Leistung (Watt ich in einer Stunde) erzeugen kann, um so effektiver ist es und entsprechend günstiger kann ich meinen im Wettbewerb befindlichen Marktpreis gestalten.
    Es kommt jedoch noch ein andere Faktor zu Watt und Leistung hinzu und das ist die Zeit. Auch die Zeit an dem ich dies Leistung abrufen kann, ist sehr wichtig für meinen Marktpreis. Hohe Nachfragezeiten bei einem geringen Angbot ermöglichen es mir einen hohen Marktpreis anzusetzen. Hohe Angebotszeit an Strom bei einem geringen Nachfrageangebot sind schlecht für den Marktpreis.
    Die Erneuerbaren Energien haben Nachteil immer dann zuviel Strom zu erzeugen, wenn die Nachfrage zu gering ist. Und damit wird der erzeugte Strom, der zuvor von uns Endkunden zwangssubventioniert wurde, per EEG-Zwangsabgabe, zum Schleuderpreis auf den europäischen Strommarkt verbraten. Wenn wir glück haben. Wenn nicht, dann müssen wir für diesen zuviel und unsteten Strom noch zahlen, damit dieser überhaupt abgenommen werden kann.

  • Fenfir..die Oekologen lieben es mit sogenannten "Externen Kosten" zu rechnen. Diese sind regelmässig beliebig und werden meist so definiert, dass "Erneuerbare Energien" sehr gut wegkommen und die Kosten der eigentlich sehr umweltfeundlichen Kernenergie nahezu das Bruttoinlandsprodukt erreichen.

    In diesem Sinne könnte man sich im Falle der umweltschädichen Windmühlen Gedanken machen, welchen Wert die toten Vögel haben, der Infraschall der Windmühlen, die Zufahrtswege, die sichtbare Landschaftsverschandelung, das Unfallrisiko durch Eisbrocken, oder durch umgefallene Windmühlen.

    Besser ist es auf dem Boden zu bleiben und die betriebswirtschaftlich anfallenden Kosten von der Pacht des Landes, bis hin zum Rückbau einer solchen Installation zu rechnen.

    Vandale

  • @Hoffmann
    Man kann Zahlen Drehen wie man will.
    Was kostet der Strom wirklich?
    Rechnet man nur die Kosten die direkt bezahlt
    werden?
    Oder alle Versteckten Kosten.
    Z.B Autofahren
    Nur den Spritpreis oder auch
    Versicherung
    Abnuntzung
    Steuern
    Tickets
    Reparaturen
    Tüv , Wie Rechnet man die eigene Zeit dafür?
    Was ist mit den Atemwegserkrankungen von
    anderen durch die Abgase?
    Das zusätzliche Fensterreinigen bei den Wohnungen
    Der Bewegungsmangel weil viele dann jeden Meter
    mit dem Autofahren.

    Also beim Strom rechnet sich auch jeder die Zahlen so, wie er sie für seine Interessen Braucht


  • http://www.netzticker.com/politik/im-klimafonds-fehlen-milliarden-fur-die-energiewende/144702

  • Es hat in der Geschichte häufig Visionen gegeben die ein charismatischer Führer dann gegen die Fachleute durchgesetzt hat.

    Deutschland ist sehr affin gegenüber Visionen und charismatischen Führern.

    In einigen Fällen waren diese Visionen im Nachhinein ein grosser Erfolg, man denke an Apple, Samsung Electronics, die Marktwirtschaft und das Wirtschaftswunder in Deutschland nach dem WKII.

    In den meisten Fällen haben solche Visionen jedoch in ein grosses Desaster geführt. Man denke an den WKII, zahlriche Unternehmen des Neuen Marktes.

    Wenn die naturwissenenschaftlich/technischen Grundvorraussezungen wie bei der "Energiewende" sehr bewusst durch eine fiktive Kommunikation ersetzt werden, ist ein Desaster mit grosser Wascheinlichkeit zu erwarten.

    Vandale

  • Dieser Ralf Fücks sollte erstmal einige Jahre lang eine kaufmännische und technische Hochschule besuchen. Danach sollte er sich der Naturwissenschaft zu wenden. Wenn er dies erreicht hat, dann würde er zwangsläufig erkennen müssen, wie unsinnige eine Energiewende ist! Die Erneuerbaren Energien können nur auf Grund des staatlichen gesetzlichen Diktats eines Erneuerbaren Energie Gesetzes (EEG) am Scheinmarkt der Energien bestehen. Wir deutsche Bürger/Stromendverbraucher müssen für diese grüne Energieideologie käftig bluten. Dieser ökonomische und technische Schwachsinn einer Energiewende zwingt dem deutschen Bürger Mahrkosten auf das Auge! Diese Mehrkosten ziehen sich durch die ganze Lebenshaltung eines deutschen Bürger! Somit wird die Energiewende auf Grund des EEG-Zwangs zum WOHLSTANDSVERNICHTUNGS-GESETZ eines ganzen Volk!
    Der Hr. Ralf Fücks will NICHT "DAS WOHL DES DEUTSCHEN VOLK", sondern desen UNTERGANG!

  • Was weiß denn schon dieser Diplom-Sozialarbeiter und Soze über die Energiewirtschaft?! Nichts! Das sind die "Experten", die diese geschundene Republik braucht, und die immer wieder aus ihren gutdotierten Löchern hervorkriechen und Geschwurbel kundtun...

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