Der Werber-Rat
Schweini – der perfekte Exit

Mit Bastian Schweinsteiger verlässt eine große Identifikationsfigur die Bundesliga. Sein Wechsel zu Manchester United ist der logische Schritt in Schweinsteigers Entwicklung und bietet viele neue Vermarktungschancen.
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Es ist der Sommer der großen Abschiede. Mit Bastian Schweinsteiger, Xavi, Iker Casillas und Steven Gerrard verlassen große Identifikationsfiguren ihre Vereine, für die sie zusammen 93 Jahre auf dem Platz standen. Während Casillas, Xavi und Gerrard zum Karriereende den Ausklang in Portugal, Katar und den USA wählten, sucht Schweinsteiger eine neue Herausforderung bei Manchester United. Bei Bayern hinterlässt er mehr als eine sportliche Lücke.

Der Spieler mit der Nummer 31 wird Bayern als Leader auf und neben dem Platz fehlen, vor allem aber als Gesicht der Marke Bayern München. Denn: Ohne eine der stärksten Persönlichkeitsmarken wird Bayern ohne Schweinsteiger ein anderer Verein. Ein schmerzhafter Schritt, der auch Chancen birgt.

Für Schweinsteiger war es der logische Schritt hin zur Weltmarke. Nicht nur auf dem Feld hat er sich in seiner Positionsausübung und Spielweise extrem verändert, auch daneben hat er eine bewusste Entwicklung durchgemacht. Aus „Schweini“ ist ein „emotionaler Leader“ geworden. Auch die Beziehung zu Tennis-Star Ana Ivanovic und die Inszenierung des „Beats by Dre“-Spots machen deutlich: Eine Ära endet, eine neue fängt an.

Ein Gewinn für viele: Mit dem Wechsel entstehen an vielen Fronten neue Vermarktungschancen. Dass sich sein Wechsel für seine globale Vermarktung auszahlt, beweisen circa 700 Millionen Red-Devil-Fans. Viele davon im asiatischen Raum - ein Segment, das die Bundesliga kaum bespielen kann.

ManU hingegen schnappt sich eine der stärksten deutschen Marken plus Gefolgschaft. Ein strategischer Schachzug, der in Social-Media-Zeiten neue Dynamiken entfalten kann. Auch sein Schuhausrüster kann sich freuen: Ab der nächsten Saison spielt Manchester in Adidas. Ob Katar, USA oder ManU: Besser lässt sich ein Exit nicht verkaufen.

Der Autor: Christoph Metzelder ist Mitinhaber der Agentur Jung von Matt/Sports.

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