Der Werber-Rat
Uli Hoeneß ist der Warren Buffett des Fußballs

Er ist ein Meister seines Fachs. Dank kluger Zukäufe und Qualitätssteigerung hat Uli Hoeneß den FC Bayern München zu einem Spitzenverein gemacht – auch finanziell. Eine Analyse seiner Strategien.
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Uli Hoeneß ist der Warren Buffett der Fußballbranche. Er hat eines der erfolgreichsten Sportunternehmen der Welt geschmiedet. Die FC Bayern München AG bewegt 373 Millionen Euro, erspielt einen Gewinn von elf Millionen Euro und belegt im Forbes Ranking der wertvollsten Vereine der Welt Platz vier.

Das Fundament seines Portfolios sind bayrische Qualitätswerte. Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm und Thomas Müller reden wie sie heißen - das garantiert höchste Identifikationseffekte auf der heimischen Tribüne. Große Namen wie Gerd Müller werden als Pennystock zur Absicherung des Depots genutzt.

Hoeneß investiert vornehmlich in Marktführer. Wer nicht zur Spitze zählt, kommt weder auf den Rasen noch aufs Trikot. Entsprechend übersichtlich ist sein Kaufinteresse an Start-Ups. Dank voller Kassen, plant Bayern die feindliche Übernahme, wenn der Leistungsbeweis erbracht ist. Das erhöht den Einstiegskurs, minimiert jedoch die Verluste von Geld und Ansehen.

Es rentiert sich: der Track Rekord von über 50 Titelgewinnen spricht eine meisterliche Sprache. Diese Form der Anlage reduziert die Volatilität und macht den FC Bayern zur risikoarmen Entscheidung für Fans, Sponsoren und Spielerberater. Das sieht auch Premiumpartner Audi so und sicherte sich für 90 Millionen Euro neun Prozent der Bayern AG.

Mit Blick auf neue Märkte hat sich Hoeneß für die Internationalisierung entschieden und setzt auf europäische Spitzenwerte: Ribéry, Robben und Freunde verleihen dem bayrischen Portfolio internationalen Glanz.

Vergangene Woche schlug Präsident Hoeneß erneut zu. Er kaufte Pep Guardiola, den erfolgreichsten Trainer des Planeten. Mit der ersten Sekunde begann sich das frisch erworbene Humankapital Guardiola zu verzinsen. Die Neuigkeit rannte wie ein Lauffeuer um den Globus. Schon die Meldung brachte einen Nachrichtenwert in Millionenhöhe in den begehrten ausländischen Märkten.

Der FC Bayern wird internationaler, jünger, moderner. Der Kaufpreis ist hoch, aber deutlich niedriger als die Übernahmeofferten aus England, Italien, Frankreich und Spanien. Bayern München hat etwas, das anderen fehlt. Eine Strategie und Uli Hoeneß. Die Experten würden raten: kaufen.

Der Autor:

Frank Dopheide ist Inhaber der Agentur Deutsche Markenarbeit. Er ist einer von fünf Kolumnisten, die im täglichen Wechsel über Kommunikation schreiben.

Kommentare zu " Der Werber-Rat: Uli Hoeneß ist der Warren Buffett des Fußballs"

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  • Für die Chancengleichheit im Profi-Fußball ist es eine Farce,
    dass der DFB es seit über 30 Jahren zugelassen hat, dass
    die Münchener mit Herr Hoeneß an der Spitze die besten
    Spieler der übrigen Vereine aufkaufen darf, um sie
    anschließend auf die Reservebank zu sezten, nur um damit die übrigen Mannschaften zu schwächen. Was für eine unmög-
    liche Verbandsarbeit!!! Blinder geht es nicht !!

  • Lustig: Uli Hoeneß das Orakel von der Isar

  • zum 1. Punkt: Der Autor ist Werbetexter.
    zum 2. Punkt: Der Autor ist Werbetexter.
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    http://www.deutschemarkenarbeit.de/wp-content/uploads/DMA_OnePager_FD.pdf

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