Der Werber-Rat
Verliebt in Han Solo

Star Wars ist eine der stärksten Entertainmentmarken in dieser Galaxie. Und es sieht nicht so aus, als wäre die dunkle Seite der Macht in der Lage, den Ideenreichtum der Macher zu ersticken.
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Mit zwölf habe ich mich unsterblich verliebt. In einen Typen, der nicht viel mehr zu bieten hatte als ein schrottiges Raumschiff und einen sehr großen, sehr haarigen Freund, der sich nur grunzend verständigen konnte. Ein Typ, der mit seinem Selbstbewusstsein kaum durch die Tür passte.

Mein spärliches Taschengeld investierte ich in den Kauf von Klebebildchen für ein Sammelalbum. Sein Poster hing über meinem Bett. In unbeobachteten Momenten habe ich es sogar geküsst und davon geträumt, mit ihm durch die Weiten des Weltraumes zu brettern, statt die Mathehausaufgaben zu machen. Seitdem gehört Star Wars, und besonders Han Solo, in meine Welt.

Nun hat diese Kolumne nicht das Thema „Was pubertierende Mädchen vor 35 Jahren so dachten.“ Wo ist die Verbindung zur Kommunikation? Was können Marken von Han Solo und dem Rest der Star-Wars-Truppe lernen?

Ganz einfach: Wer eine gute Story hat, der kann sie unendlich lange erzählen. Im Kern bleibt es immer die gleiche Geschichte. Aber außen rum müssen immer wieder neue Anreize geschaffen werden, um sie spannend zu halten. Das gilt auch für Marken.

Nachdem in den letzten drei Teilen von Star Wars vor allem Anakin Skywalkers beschwerlicher Lebensweg vom Yedi zum Schuft aufgearbeitet wurde, ist jetzt endlich der Mann dran, neben dem der blässliche Luke Skywalker schon immer wie ein Leberwurstbrot in der Kurve wirkte. Denn seit vergangener Woche wissen wir: Der nächste Film wird die Vorgeschichte des wilden Weltraumhallodris erzählen. Auf die warte ich in Wahrheit schon seit ich zwölf war.

Star Wars ist eine der stärksten Entertainmentmarken in dieser Galaxie. Und es sieht nicht so aus, als wäre die dunkle Seite der Macht in der Lage, den Ideenreichtum der Macher zu ersticken. Möge diese Macht auch mit anderen großen Marken sein.

Die Autorin: Britta Poetzsch ist Global Creative Director bei der Agentur Ogilvy.

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