Der Werber-Rat
Wünsch dir was!

Die Weihnachtszeit ist die Zeit der Wünsche. Deshalb erlaube ich mir heute, einige Wünsche an die Bundeskanzlerin zu richten – und zwar in Sachen Wirtschaft.
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Ich wünsche mir in der Neujahrsansprache ein Bekenntnis der Bundeskanzlerin zu mehr Klarheit in der Politik. Wieder deutlich mehr Mut zu Veränderungen und Innovationen. Und dabei besser größere als kleine Schritte. Keine neuen Belastungen für Unternehmen, mehr Spielraum für die Wirtschaft und zusätzlichen ökonomischen Freiraum für die Bürger.

Wirtschaftliche Entscheidungen sollten vor allem dort getroffen werden, wo in einer Marktwirtschaft die Verantwortung liegt – in den Unternehmen, bei den Mitarbeitern, den Konsumenten.

Zudem erhoffe ich mir politische Rahmenbedingungen für mehr Investitionen. Die konjunkturellen Aussichten sind eher bedeckt - auch die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für das neue Jahr auf 1,3 Prozent deutlich reduziert. Was eher optimistisch erscheint. Nicht zuletzt, weil sich die außenpolitischen Krisen und Konflikte in Russland, der Ukraine und im Nahen Osten deutlich auf die Exportnation Deutschland auswirken.

In diesem labilen ökonomischen Umfeld wünsche ich mir von der Bundeskanzlerin, dass sie sich gegen Einschränkungen bei der Wahlfreiheit der Bürger und damit gegen weitere Werbeverbote und Werbebeschränkungen stellt. Neue geplante Restriktionen im Marketing bevormunden die Konsumenten und verursachen Wohlstandsverluste in Milliardenhöhe – bei den Unternehmen, in der Medienwirtschaft, in der Werbe- und Kommunikationsbranche, bei den Beschäftigten in dieser Branche und auch bei den Kunden.

Und ich erwarte, dass Angela Merkel wie in ihrer letztjährigen Neujahrsansprache den besonderen Wert von geordneten Staatsfinanzen betont. Das sind wir allein schon unseren nachfolgenden Generationen schuldig, die ebenfalls einen Anspruch haben auf eine sozial funktionierende, an den Marktgesetzen ausgerichtete Wirtschaft.

Und ebenfalls ganz oben auf meinem Wunschzettel: ein deutliches Bekenntnis gegen Fremdenfeindlichkeit und geistige Kleingärtnerei!

Manchmal werden Wünsche wahr, zu Weihnachten und darüber hinaus. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern des Handelsblatts gesegnete Weihnachten und besinnliche Tage.

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