Wirtschaftzskanzlei
Dentons eröffnet Büro in München

Die internationale Wirtschaftskanzlei setzt ihre Expansion in Deutschland fort. Drei Partner, die vom Konkurrenten Norton Rose Fulbright kommen, eröffnen einen neuen Standort in München.

DüsseldorfDie internationale Wirtschaftskanzlei Dentons setzt ihren Expansionskurs in Deutschland fort. Dentons plant, zum 1. Juli in München einen neuen Standort zu eröffnen. Das Büro soll von drei Partnern gegründet werden, die von der amerikanischen Kanzlei Norton Rose Fulbright kommen. Es ist neben den bereits bestehenden Standorten in Berlin und Frankfurt bereits das dritte Büro von Dentons in Deutschland. Gründungspartner sollen neben dem künftigen Office Managing Partner München Alexander von Bergwelt, die Anwälte Michael Malterer und Igsaan Varachia sein.

Von Bergwelt ist im Markt für seine Erfahrung im Gesellschaftsrecht, vor allem im Hinblick auf Transaktionen, Joint Ventures, Private Equity, Umbau von Unternehmen und Prozessführung bekannt. Malterer ist ebenfalls im Gesellschaftsrecht tätig. Sein Schwerpunkt liegt bei grenzüberschreitenden Fusionen und Akquisitionen. Varachia, der dritte Gründungspartner, berät im Gesellschafts- und Steuerrecht. Alle drei Anwälte kommen als Partner aus dem Münchener Büro von Norton Rose Fulbright.

„Unsere Strategie in Deutschland war in den letzten Jahren sehr erfolgreich: sowohl wirtschaftlich als auch hinsichtlich der Berufsträgerzahlen“, sagt Andreas Ziegenhagen, Managing Partner Deutschland. Die Eröffnung des Büros in München sei daher der nächste Schritt innerhalb dieser Wachstumsstrategie. Und Büroleiter von Bergwelt erklärt: „Wie viele im Markt haben auch wir die Entwicklung von Dentons in Deutschland und weltweit mit Interesse verfolgt. Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam eines der führenden Büros in München aufbauen werden.“

Die Eröffnung des neuen Standortes ist Teil des Ausbaus der Präsenz von Dentons in Deutschland: Seit Januar 2015 sind 12 Partner zur Kanzlei gestoßen. Damit verfügt die Kanzlei hier erstmals über 100 Anwälte, weltweit über mehr als 6.500 Berufsträger. Im vergangenen Jahr hatte sich Dentons mit der chinesischen Kanzlei Dacheng zusammengetan und war damit zur größten Kanzlei der Welt geworden – jedenfalls gemessen an der Zahl der Anwälte.

Kanzleichef Joseph J. Andrew hatte im Gespräch mit dem Handelsblatt erklärt, dass er die deutsche Wirtschaft für die am meisten globalisierte unter den reifen Volkswirtschaften hält und dass er hier weitere Mandanten gewinnen wolle. Das scheint gelungen zu sein: Im vergangenen steigerte Dentons den Umsatz in Deutschland um 19 Prozent auf immerhin 38 Millionen Euro. Zum Vergleich: Freshfields Bruckhaus Deringer, die nach Umsatz in Deutschland größte Kanzlei, hat 2015 nach Angaben der Zeitschrift „Juve“ einen Umsatz von mehr als 355 Millionen Euro erzielt.

Martin Tofern
Martin Tofern
Handelsblatt / Redakteur Unternehmen und Märkte
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