Wohnkonzern Vonovia steigert Gewinn deutlich

Dax-Konzern Vonovia zeigt sich vor der eigenen Hauptversammlung frohlockend. Der operative Gewinn steigt, ebenso die Mieteinnahmen. Dafür sinken Leerstand und Verschuldung. Auch Aktionäre werden am Plus beteiligt.
Der Dax-Konzern Vonovia legte unmittelbar vor der Hauptversammlung glänzende Zahlen vor. Quelle: dpa
Die Sonne scheint über Bochum

Der Dax-Konzern Vonovia legte unmittelbar vor der Hauptversammlung glänzende Zahlen vor.

(Foto: dpa)

FrankfurtDeutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia erhöht seine Erwartungen für das laufende Jahr. Mit seinen fast 400.000 bewirtschafteten Wohnungen will das Bochumer Unternehmen nun einen operativen Gewinn (FFO I) von 720 bis 740 Millionen Euro erzielen, 20 Prozent mehr als im vergangenen Jahr, wie Vonovia am Donnerstag vor der Hauptversammlung mitteilte. Bisher hatte die Prognose 30 Millionen niedriger gelegen. Die großen Zukäufe von Gagfah und Südewo zahlten sich schneller in Form von Größenvorteilen aus. "Der erfolgreiche Start in das Jahr 2016 zeigt, dass wir Skaleneffekte auf Basis unserer Plattform hervorragend realisieren können", sagte Vorstandschef Rolf Buch. Er stellte für 2016 eine Dividende von 1,05 Euro je Aktie in Aussicht. Für das vergangene Jahr zahlt Vonovia 94 Cent.

Hier werden Eigentumswohnungen immer teurer
Platz 10: Ingolstadt
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Die Preise für Eigentumswohnungen (Alt- und Neubau) haben im Jahr 2015 um insgesamt 14,5 Prozent zugelegt, berichtet der Marktbeobachter Empirica – so viel wie noch nie innerhalb eines einzigen Jahres seit der Jahrhundertwende.
Auf Platz 10 der Städte und Landkreise mit den teuersten Eigentumswohnungen findet sich Ingolstadt. Berücksichtigt man alle Baujahre zahlt ein potentieller Käufer in der Heimat des Autobauers Audi 3.396 Euro pro Quadratmeter Eigentumswohnung.

Platz 9: Freiburg
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Landflucht und Zuwanderung sorgen für vermehrte Nachfrage und treiben im Zusammenspiel mit „Renditenotstand und Billigzinsen auf der Angebotsseite“, so empirica, die Preise nach oben. Auf Platz neun der teuersten Städte liegt Freiburg. Wer hier eine Eigentumswohnung kaufen will, der zahlt im Schnitt 3.514 Euro pro Quadratmeter (Alt- oder Neubau).

Platz 8: Landkreis Ebersberg
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Die Analyse basiert auf der Auswertung von zwei Millionen Immobilieninseraten. Am achtteuersten wird der Wohnungskauf in Deutschland für Menschen, die es in den Landkreis Ebersberg östlich von München verschlägt. Wie überall in der Metropolregion treibt die Näher zur bayrische Landeshauptstadt auch hier die Preise nach oben. Pro Quadratmeter kostet die Eigentumswohnung hier durchschnittlich 3.534 Euro.

Platz 7: Fürstenfeldbruck
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Auch im oberbayrischen Landkreis Fürstenfeldbruck kommt Käufer von Eigentumswohnung die Nähe zu München gewissermaßen teuer zu stehen. Der Quadratmeter Eigentumswohnung kostet im Schnitt 3.663 Euro, Neubauten durchschnittlich 4.569 Euro.

Platz 6: Dachau
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Nordwestlich von München wird es in Dachau dann noch etwas teurer. Die Eigentumswohnung kostet noch einmal 35 Euro mehr pro Quadratmeter – 3.698 Euro nämlich. Neubauten schlagen durchschnittlich mit 4.362 Euro pro Quadratmeter zu Buche.

Platz 5: Landkreis Miesbach
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Alpines Gelände, der Tegernsee, eine gemeinsame Grenze mit – wer hätte es gedacht – dem Landkreis München: Im Süden Bayerns und des Regierungsbezirks Oberbayern liegt der Landkreis Miesbach. Und wer hier günstig eine Eigentumswohnung erstehen will, der findet in der Tat miese Bedingungen vor – und Preise von 3.789 Euro pro Quadratmeter. Betrachtet man nur Neubauten liegt der Preis bei 5.468 Euro.

Platz 4: Landkreis Nordfriesland
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Ein Ausreißer im Ranking, da nicht in Süddeutschland gelegen, ist der Landkreis Nordfriesland. Er ist sogar der nördlichste Landkreis Deutschlands mit Grenze zu Dänemark. Egal in welcher Sprache aber: 3.988 Euro pro Quadratmeter bleiben ein hoher Preis für eine Eigentumswohnung. Neubauten kosten 4.654 Euro durchschnittlich.

In den ersten drei Monaten des Jahres stieg der FFO I um 58 Prozent auf 186 Millionen Euro und damit stärker als von Analysten erwartet. Das lag an steigenden Mieten und einem niedrigen Leerstand. Die Mieteinnahmen kletterten um 49 Prozent auf 392 Millionen Euro. Die Durchschnittsmiete pro Quadratmeter stieg um 2,9 Prozent, nur noch 2,8 Prozent der Wohnungen stehen leer. Bis zum Jahresende will Buch den Leerstand wieder auf rund 2,7 Prozent drücken; bisher hatte er drei Prozent angepeilt.

Der Verschuldungsgrad (loan-to-value) für den mehr als 14 Milliarden Euro schweren Wohnungsbestand sei per Ende März auf 45,8 (Ende Dezember: 46,9) Prozent gesunken. Zugleich erwarte Vonovia, bei den nächsten Refinanzierungen günstigere Zinsen aushandeln und die Zinszahlungen damit weiter reduzieren zu können.

  • rtr
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