Wohnungskonzern
Annington steigert Halbjahresgewinn deutlich

Der Börsengang war teuer – trotzdem hat der größte deutsche Wohnkonzern Annington sein Ergebnis deutlich steigern können. Vom florierenden Geschäft sollen jetzt die Aktionäre profitieren.
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FrankfurtDie Deutsche Annington schaut nach dem holprigen Börsengang und der milliardenschweren Refinanzierung zuversichtlich nach vorn. Deutschlands größter Wohnungskonzern sei auf gutem Wege, in diesem Jahr wie versprochen ein operatives Ergebnis (FFO) von 210 bis 220 (2012: 162) Millionen Euro abzuliefern, sagte Vorstandschef Rolf Buch am Freitag. Etwa 70 Prozent davon sollten als Dividende an die Aktionäre fließen. "Unsere Leistung im ersten Halbjahr zeigt, dass wir mit der gewählten Strategie auf dem richtigen Weg sind." Die Mieten stiegen, der Leerstand sinke und der Schuldenabbau gehe voran.

Annington war am 11. Juli an die Börse gegangen. Die Aktie, die zu 16,50 Euro platziert wurde, hat sich seither auf mehr als 18 Euro hochgearbeitet. Zum Wochenausklang notierte das Papier allerdings leicht im Minus. Für den ersehnten Aufstieg in den Nebenwerteindex MDax dürfte es so schnell nicht reichen, eher für den kleineren SDax Ende September. Hintergrund ist, dass der Börsengang entgegen der ursprünglichen Planung von Mehrheitseigner Terra Firma nur in abgespeckter Form möglich war: Der Konzern hatte den Investoren bei Aktienvolumen und Preis deutlich entgegenkommen müssen, so dass sich das Initial Public Offering schließlich auf rund 575 Millionen Euro halbierte. Zunächst sind nur 15,5 Prozent der Anteile im Streubesitz. Das soll sich über die Zeit aber ändern, wenn die Nachfrage groß genug ist.

Die Kosten für die Vorbereitungen des Börsengangs steckte Annington im ersten Halbjahr dank des florierenden Tagesgeschäfts gut weg. Der FFO stieg um 35 Prozent auf 103,4 Millionen Euro. Dabei halfen auch die gesunkenen Finanzierungskosten, auf die der Konzern in den vergangenen Monaten alle Kraft verwendet hatte: So sind die Verbindlichkeiten aus verbrieften Hypotheken-Darlehen (GRAND CMBS) - im April waren es noch gut drei Milliarden Euro - inzwischen vollständig abgelöst. Möglich wurde das durch die Platzierung von zwei Unternehmensanleihen über insgesamt 1,3 Milliarden Euro und andere günstige Finanzierungen. Jetzt ist das Thema erst mal vom Tisch, wie Buch betonte: "Wir haben so schnell keine wesentlichen Fälligkeiten mehr."

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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