Zeitungsbericht
Bieterwettstreit um Börse Euronext?

Sind die Börsen aus Frankfurt, London und New York an einer Übernahme des Konkurrenten Euronext interessiert? Angeblich sollen Offerten vorbereitet werden. Die Deutsche Börse winkt aber ab.
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BangaloreDie Deutsche Börse erwägt einem Zeitungsbericht zufolge ein Gebot für den Konkurrenten Euronext. Auch die Londoner Börse und die US-amerikanische Nasdaq OMX zögen jeweils eigene Offerten in Betracht, meldete das „Wall Street Journal” unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Insider. Die drei Börsenbetreiber hätten mit Beratern über individuelle Gebote für die Euronext gesprochen, keiner von ihnen habe jedoch Banken damit beauftragt, eine formelle Offerte abzugeben.

Die Intercontinental Exchange hatte kürzlich die Übernahme der Nyse Euronext abgeschlossen. Im Zuge der Fusion sagte die Börse aus Atlanta dem Bericht zufolge unter anderem wegen Bedenken von Aufsichtsbehörden zu, die Euronext loszuschlagen.

Die Deutsche Börse hat aber offenbar kein Interesse an großen Übernahmen. „Das ist nicht irgendwo auf der Agenda“, sagte Deutsche-Börse-Aufsichtsratschef Joachim Faber am Dienstag am Rande einer Finanzkonferenz in Frankfurt. Er widersprach damit dem Bericht des „Wall Street Journal“.

Zuvor hatte es bereits aus Firmenkreisen geheißen, dass die Deutsche Börse die Finger von Euronext lassen will. Das Unternehmen habe nach wie vor kein Interesse an einem Kauf, sagten zwei Personen aus dem Umfeld des Frankfurter Konzerns. Der Aktien-Handel, in dem die Euronext schwerpunktmäßig aktiv ist, habe in den letzten Jahren deutlich an Attraktivität verloren. Ein Kauf der Euronext komme für Deutschlands größten Börsenbetreiber deshalb nicht in Frage.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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