
München/DüsseldorfSie sind die wichtigste Ressource der digitalen Gesellschaft: Informationen – etwa über Kaufgewohnheiten von Kunden oder die Produktivität der eigenen Fabrik. Geht es nach den IT-Konzernen, ist das virtuelle Kapital am besten in einer Wolke aufgehoben, also in einem Speicherplatz in Rechenzentren von externen Dienstleistern. Die Unternehmen greifen auf ihre ausgelagerten Daten über das Internet zu.
Die deutschen Firmen allerdings sind skeptisch. Nur ein Viertel nutzt das neue Angebot, mit dem sie den IT-Anbietern zufolge viel Geld sparen können und flexibler werden. Das hat eine Studie des IT-Branchenverbandes Bitkom ergeben.
Beim "Cloud Computing" beziehen die Nutzer Rechenleistung wie Strom aus der Steckdose. Sie greifen übers Internet auf Software, Speicherplatz oder Computerleistung zu, die in großen Rechenzentren bereitgestellt werden.
Mit dem neuen Konzept können Firmen ihre Kosten um bis zu 30 Prozent reduzieren. Zudem steigern sie so ihre Flexibilität: Wenn das Geschäft gut läuft, können die Unternehmen kurzfristig Rechenkapazitäten und Software für neue Mitarbeiter anmieten - und ebenso schnell auch wieder abbestellen.
Die Daten lagern auf fremden Rechnern an anderen Orten, die Unternehmen müssen also einem Dienstleister vertrauen. Große Konzerne bauen mitunter auch eine eigene, sogenannte private Cloud auf.
Dabei sieht die EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, Neelie Kroes, riesige Chancen: Die Wirtschaftskraft in Europa könne mit Hilfe der Cloud jährlich um 160 Milliarden Euro steigen, so Kroes. Nebenbei könnten bis 2020 noch 2,5 Millionen Jobs entstehen.
Doch den optimistischen Erwartungen stehen andere Untersuchungen entgegen. Das „Centre d'Etudes sur les Conflicts“ und des „Centre for European Policy Studies“ kamen im Auftrag des EU-Parlaments jüngst zu einem erschreckenden Ergebnis: Die größte Gefahr für Unternehmen sei, die Kontrolle über die eigenen Daten in der Cloud zu verlieren.
Ein Fünftel der IT- und Telekom-Unternehmen halten Business Process Management für ein wichtiges Thema in diesem Jahr.
IT-Outsorcing ist aus Sicht von 22 Prozent der befragten Unternehmen mit am wichtigsten.
Social Media bzw. Social Business ist für die Firmen ebenso wichtig wie das Thema IT-Outsourcing.
Mehr als ein Viertel aller befragten IT- und Telekom-Unternehmen halten das Thema "Bring Your Own Device" für einen der wichtigsten Technologie- und Markttrends in diesem Jahr.
In Zeiten von immer häufiger auftauchenden und groß angelegten Hacker-Angriffen wird auch das Thema IT-Sicherheit immer wichtiger.
Das drittwichtigste Thema ist der Umfrage von Bitkom zufolge Big Data/Business Intelligence.
Knapp die Hälfte der IT- und Telekom-Firmen sieht Mobile Anwendungen im Mittelpunkt.
Das mit Abstand wichtigste Thema ist für die Branche alles rund um Cloud Computing.
Zu dem grundsätzlichen Argwohn, die eigenen Daten in fremde Hände zu geben, gesellt sich die Sorge vor staatlichen Eingriffen der USA. Die Behörden dort dürfen auf Informationen in der Cloud zugreifen, wenn der Anbieter seinen Sitz oder eine Tochter in den Staaten besitzt. Eigentlich regelt ein sogenanntes Safe-Harbor-Abkommen den Datenaustausch. Danach gelten beim Transfer von sensiblen Informationen in die USA die in der Regel strengeren EU-Datenschutzvorgaben. Doch ist etwa durch eine Terrorwarnung Gefahr im Verzug, können sich US-Behörden die Daten angeln.

Die Cloud ist ein Hype, hochgejubelt, eine neue Bezeichnung für Speicherplatz von Servern die länderübergreifend ein
Unternehmensnetzwerk bilden. Eine Sache also die schon sehr alt ist und gravierende Problem verursacht: Virtualsisierung von Servern in Rechenzentren in England und USA mit dem dazugehörigen Speicherplatz für 'europäische' Daten geben die administrative Oberhoheit der IT ab. Ein weiteres Problem ist der dadurch entstehende Netzwerk-Traffic der alles stark verlangsamt und die Sicherheit extrem gefährdet: Wie soll man in der Wolke feindlicher Angreifer aufspüren. Vollkommen unregistriert von der deutschen Üffentlichkeit schreitet die Konsolodierung der IT voran, der Hype der Cloud gehört dazu. Das heißt immer mehr IT-Spezialisten werden arbeitslos, weil alles verschlankt virtualisiert und zentralisiert wird. Das Ganze ist wesentlich komplexer als der Artikel hier erläutert. Abs. Systemspezialist IT
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