
Spätestens seitdem sich der Tablet-Boom auf dem gesamten PC-Markt bemerkbar macht, nehmen auch die letzten Skeptiker den Wandel zu neuen Geräten im IT-Sektor ernst. 2012 werden in Deutschland 3,2 Mio. Tablet-Computer verkauft, gut 1 Mio. mehr als 2011 und deutlich mehr als in allen Prognosen hervorgesagt. Wenn man sich überlegt, dass es ernstzunehmende Smartphones erst seit etwa fünf und Tablets erst seit etwas mehr als zwei Jahren gibt, beeindruckt die Verbreitung beider Geräteklassen um so mehr.
Spätestens mit der Einführung der günstigen leistungsfähigen Tablets der Internetgiganten Google und Amazon ist die Schlacht um den Kunden auch in Deutschland entbrannt. „Die Konsumenten nutzen die Tablets vor allem zum Surfen auf der Couch und als praktischen Begleiter für unterwegs. Für den normalen Konsumenten wird das Tablet bereits als der neue PC gesehen und macht den Verkäufern von günstigen Notebooks und Netbooks kräftig Konkurrenz” , berichtet Wiljo Krechting, E-Commerce-Experte der Shopware AG im westfälischen Schöppingen. „Durch die rasante Verbreitung der Tablets steigen die Zugriffszahlen auf alle Arten von Webseiten – auch und insbesondere auf Online-Shops”, so Krechting.
„Aus heutiger Sicht wäre das der Weg zurück in die Steinzeit“, lautete eine Antwort auf diese Frage. E-Commerce hat sich fest in den Alltag der meisten Menschen integriert. Die Deutschen sind insgesamt besonders positiv eingestellt. 61 Prozent der Deutschen Online-Shopper möchten auf diese bequeme Art des Einkaufs nicht mehr verzichten.
„Zu den Zeiten einkaufen, die in mein Leben passen“ nennen in Deutschland vier von fünf Konsumenten als wichtigsten Vorteil. Eine echte Zeitersparnis haben 57 Prozent festgestellt. Mehr Zeit zu haben, empfinden dabei die meisten Deutschen als eine Entlastung im Alltag: 63 Prozent geben an, „viel weniger Stress beim Einkaufen als früher in der Stadt“ zu haben. 55 Prozent geben an, sich entspannter zu fühlen.
„Genau das Produkt, das ich suche“ finden in der Regel zwei Drittel der Online-Shopper. Und zwar sehr schnell und zum günstigsten Preis. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) gibt an, im Internet oft besonders individuelle Produkte zu finden, 62 Prozent schätzen es, dass sie Produkte finden, „die man im Geschäft beziehungsweise via Katalog nicht bekommen würde“.
Die Mehrheit der Käufer erlebt sich im Internet als „empowered consumer“. Zwei Drittel der Online-Shopper halten sich für besser informiert über Angebote und Preise als früher, nutzen gerne Bewertungen anderer Kunden und meinen, dass Konsumenten heute durch Kommentarfunktion und Empfehlungen beim Online- Kauf viel mehr Einflussmöglichkeiten haben.
Quelle: Studie im Auftrag der Deutschen Post: Einkaufen 4.0 - der Einfluss von E-Commerce auf Lebensqualität und Einkaufsverhalten
Wer als Händler online verkauft und dieses Thema ignoriert, begeht einen schweren Fehler. Denn die Nutzer kommen so oder so per Tablet und Smartphone auf die Seite. Wenn dann die Seiten nicht optimiert sind, präsentiert sich dem Kunden ein schlecht zu bedienender oder schlicht kaputter Shop – mit entsprechend schlechter Conversion Rate. Wer als Shopbetreiber an dieser Stelle schläft, riskiert, dass die Besucher auf entsprechend optimierte Shops ausweichen.
„Die von mir bevorzugte Zahlungsmöglichkeit auswählen zu können“ nennt mit 87 Prozent eine überwältigende Mehrheit der Deutschen als wesentliche Anforderung beim Online-Einkauf. Die klassische Rechnung ist dabei nach wie vor das beliebteste Zahlungsmittel. Paypal und Lastschrift/Bankeinzug stehen ebenfalls hoch im Kurs.
Unkomplizierte Rücksendemöglichkeiten fordern 80 Prozent der Befragten von ihren Online-Händlern.
Besonders geduldig sind die Deutschen nicht, wenn es um ihre Online-Einkäufe geht. Eine schnelle Lieferung ist 80 Prozent der Befragten wichtig.
Am besten umsonst: 77 Prozent der Befragten fordern eine kostenlose Lieferung ihrer Ware.
Auf das Gefühl, den besten Preis gefunden zu haben, legen 77 Prozent der deutschen Online-Shopper Wert.
75 Prozent der Befragten in Deutschland ist eine transparente Darstellung der Lieferbedingungen wichtig.
Die Auswahl an Produkten im Online-Handel ist enorm. Über das gesamte Angebotsspektrum wollen sich 74 Prozent der Befragten gut informiert fühlen.
Vor allem wer viel Geld dafür ausgibt möchte sich die Ware vorher ganz genau ansehen – und das nicht nur im Laden sondern auch online. Eine anschauliche Darstellung des Produkts ist 64 Prozent der Befragten wichtig.
Dass das Versandunternehmen ihm bekannt ist bzw. dass er es vertrauenswürdig findet, erwarten 62 Prozent der deutschen Online-Einkäufer. Elf Prozent der Befragten machen den Einkauf sogar vom Versandunternehmen abhängig. Konkret möchten 30 Prozent der Online-Shopper in Deutschland von DHL beliefert werden, 13 Prozent nannten Hermes.
Sie wollen ganz genau wissen wann ihre Ware wo ist, und wann sie sie endlich in den Händen halten können. 61 Prozent der Befragten wollen daher die Möglichkeit haben, ihre Sendung online nachzuverfolgen.
Flexible Lieferung ist für 51 Prozent der Befragten wichtig. Wunsch-Lieferkonzepte stehen dabei hoch im Kurs. Jeder Fünfte möchte wählen können, wo und wann sein Paket zugestellt wird – beispielsweise bei einem Nachbarn, einer Packstation oder an einem bestimmten Wunschtag. Jeder Vierte der befragten Online-Shopper ist als Kunde bei einer DHL-Packstation registriert.
Quelle: Studie im Auftrag der Deutschen Post: Einkaufen 4.0 - der Einfluss von E-Commerce auf Lebensqualität und Einkaufsverhalten
Im ersten Schritt ist somit mindestens die Wiederherstellung der Conversion Rate auf das normale Shopniveau das Ziel. Der durchschnittliche Warenkorbwert pro Kunde ist aber in der Regel höher als im normalen Shop. Das ist vor allem durch den entspannteren Nutzungskontext zu Hause auf der Couch zu erklären. Das heißt, eine Optimierung des eigenen Shops ist nicht nur Pflicht, sondern bietet auch die Chance, die eigenen Umsätze positiv zu entwickeln.

Bestimmt eine dynamische Entwicklung, die jetzt höchste Aufmerksamkeit verdient, da der Zug schon lange nicht mehr nur rollt...ein treffender Artikel.
Folgendes möchte ich bemerken: die Wiederholung von 'spätestens' als Einstieg in zwei aufeinanderfolgende Absätze kann man sicher noch herausputzen, und in der Mitte stößt mir 'Conversion Rate' auf, welches hier geradezu dümmlich anmutet: heißt das doch auf Deutsch: Wechselkurs. Gemeint ist vielleicht der 'turnout'.
Unten wird nochmal auf 'CR' referiert, wer kein Marketing-Speech beherrscht, schaut nur verdutzt. Potentielle Shop-Mieter, beispielsweise unter AMZNs Dach, kennen sicher nicht alle das Marketing-Latein.
Falls der Artikel sich an Investoren richtet, muss man wohl, gerade bei Amazon, wo doch eine gewisse Volatilität auszuhalten ist, noch auf niedrigere Kauf-Kurse warten.
Ich muss zugeben, dass sich mir die Gründe für den AMZN Kursverlauf nicht immer erschließen, wer dazu Quellen kennt, kann ja gerne mal hier posten.
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