Marketing-Pannen: Wenn das Wetter die Werbung verhagelt

Marketing-Pannen
Wenn das Wetter die Werbung verhagelt

Nachts hat es Minusgrade, tagesüber wenige Grad plus – und auch Ostern bleibt es kalt. Dennoch wird in Radio und Fernsehen für „kühles Bier“, Fahrräder und Sonnenmilch geworben. Besonders schlau scheint das nicht.
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DüsseldorfDas Osterwochenende wird kühl, tendenziell frostig im Osten und ein paar Grad plus im Süden und Südwesten sind zu erwarten. Dennoch wirbt eine Brauerei derzeit für „ein kühles Bier“ zu Ostern, Baumärkte buhlen in Anzeigen um Kundschaft, als seien es 20 Grad, bei Gewinnspielen werden Grills verlost und ein Einzelhändler wie Tchibo wirbt mit der Schlagzeile „Alles klar zum Ausflug“ für Outdoor-Artikel.

Das Wetter macht der Konsumbranche einen Strich durch die Rechnung. Viele Unternehmen würden gerne reagieren, doch das ist so kurzfristig schlichtweg nicht möglich. Discounter wie Lidl oder Aldi bestellen ihre Frühjahrsprodukte Monate im Voraus und legen die Verkaufszeiträume frühzeitig fest. Zumindest regionale Fahrradhändler hätten es geschafft, ihre Zeitungsbeilagen zu verschieben, berichtet ein Branchenkenner.

„Wer gerade verkaufsfördernd für Saisonware unterwegs ist, wird nun mitunter kalt erwischt - und zwar im Wortsinn“, sagt Christian Mommertz, Kreativ-Geschäftsführer bei der Werbeagentur BBDO Proximity. „Bei Markenwerbung spielt das Wetter jedoch keine Rolle, da wirkt auch Bierwerbung am kalten Osterwochenende. Starke Marken kennen kein schlechtes Wetter.“ Gerade TV-Werbung müsse Wochen und Monate im Voraus geplant werden, da könne es ein gewisses Risiko sein, Verkaufsmaßnahmen in den Mittelpunkt zu stellen.

Offiziell hält die Werbebranche das Problem der wetterfühligen Werbung für unbedeutend. Werbung für Shorts und Sommersandalen auf Plakatwänden? „Die Menschen sehnen sich ja nach dem Frühling, unabhängig von den Temperaturen“, sagt Volker Nickel, Sprecher des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft. „Es wird ja auch Eis im Winter verkauft.“

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