Energie

21. Handelsblatt Stahltagung
Stahlkocher sorgen sich vor Abschottung

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„ein Rückfall in einen neuen Provinzialismus“

Schon in drei Jahren sollen die Umsätze mit der nordamerikanischen Freihandelszone auf rund drei Milliarden Euro anwachsen – stabile politische Verhältnisse ohne größere Handelshürden vorausgesetzt. Sollte die neue Regierung von US-Präsident Donald Trump jedoch wirklich Schutzzölle erheben, „dann gibt es eine Neuordnung der Handelsströme“, fürchtete unlängst Vorstandschef Wolfgang Eder. Denn die betroffenen Länder würden mit entsprechenden Maßnahmen dagegen halten. „Das nützt niemandem, es wäre ein Rückfall in einen neuen Provinzialismus.“

Noch hat Eder Hoffnungen, dass es nicht so weit kommen wird. Vor allem große US-Konzerne würden in einem solchen Fall schnell merken, „dass ihre größten Märkte nicht in Amerika liegen“. Derzeit beobachtet Voestalpine die Lage und investiert weiter in den Ausbau der Fertigung vor Ort. Vor allem in den Sparten Auto, Luftfahrt und Eisenbahn sieht Voestalpine, die sich immer stärker als Anbieter von Hochtechnologie auf Stahlbasis versteht, noch großes Potenzial in den USA.

Man folge erst den europäischen Schlüsselkunden und gehe dann im zweiten Schritt auf die lokalen Kunden zu, sagte Eder. Dazu gehörten auch ausgewählte Zukäufe: „Dadurch wollen wir schneller wachsen.“ Das gelte auch für Mexiko: Die geplanten Investitionsvorhaben blieben aufrecht – auch weil nur ein Drittel der Produkte in die USA, der Rest aber in andere Märkte gehe.

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  • Die Überproduktion und der billige Stahl aus China ist das größte Problem für die Deutschen Stahlkocher. Die USA wollen sich mit dem Protektionismus vor dieser billigen Importware aus China selbst schützen. Trump schützt seine US Volkswirtschaft.
    Und was macht die EU-Deutsche Merkel Regierung...sie hält weiter die Grenzen für billigen Import für die Deutsche Volkswirtschaft offen zum Schaden der Deutschen Industrie und Deutschen Arbeitsplätze in Deutschland.

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