Energie

800 Mitarbeiter müssen gehen
SMA Solar weitet Stellenabbau aus

SMA Solar streicht weitere Jobs. Der Wechselrichterhersteller reduziert die Belegschaft weiter um knapp ein Viertel. Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon richtet sich auf eine lange Durststrecke ein.
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Düsseldorf/NiestetalSMA Solar streicht weitere Jobs. „Wir gehen von einer länger anhaltenden Konsolidierungsphase in der Solarbranche aus“, sagte Vorstandschef Pierre-Pascal Urbon. Der Wechselrichterproduzent kündigte am Mittwoch an, bis Ende kommenden Jahres in Deutschland schrittweise 700 Vollzeitstellen abzubauen. Dies entspreche rund 800 Mitarbeitern, da auch Teilzeitkräfte betroffen seien. Ende 2014 werde SMA Solar hierzulande noch über 3000 Vollzeitstellen verfügen.

Die Krise der Solarbranche hat den lange erfolgsverwöhnten Konzern inzwischen fest im Griff. Wegen des hohen Preisdrucks in der Solarbranche hatte SMA im ersten Quartal 2013 rote Zahlen geschrieben. Bereits Mitte Mai hatte SMA daher angekündigt, zusätzlich zum Personalabbau im vergangenen Herbst weiter Stellen zu streichen. Den starken Umsatzrückgang könne das Unternehmen nicht allein mit den bereits laufenden Sparmaßnahmen auffangen, hieß es damals.

Der Umsatz war im Vergleich zum Vorjahr um fast die Hälfte weggebrochen. Schon im Herbst 2012 hatte SMA Solar einen Personalabbau eingeleitet. Rund 1000 Mitarbeiter, darunter auch 600 Zeitarbeiter, mussten gehen. SMA Solar ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei Wechselrichtern, einer zentralen Komponente von Solaranlagen.

SMA – ehemals mit rund 60 Prozent Marktanteil unangefochtene Nummer eins der Branche – muss sich nicht nur gegen wachsende Konkurrenz stemmen, sondern auch gegen den Preisverfall, der die gesamte Solarbranche in die Knie zwingt. Ein Ende der Misere ist nicht in Sicht. Urbon kündigte jüngst für das zweite Quartal einen erneuten Umsatzeinbruch an. Demnach erwartet er Erlöse von 240 bis 280 Millionen Euro nach 429 Millionen Euro vor Jahresfrist. Nach einem Gewinnrückgang 2012 schließt er zudem für das laufenden Jahr einen Verlust nicht aus.

Dana Heide ist Korrespondentin in Berlin.
Dana Heide
Handelsblatt / Korrespondentin
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  • Wer sein Geschäftsmodell (AbzockerModell) auf der Basis von staatlichen Subventionen betreibt, wie dies in der Erneurbaren Energiebranche weltweit und besonders in Deutschland zu 100% der Fall ist, der braucht sich nicht wundern, wenn dieses Abzocker-Subventions-Geschäft auf Basis eines assozialen und perfiden Zwangs-EEG irgendwann zum Auslaufen kommt. Siehe auch "Solarthermiekraftwerke in Spanien". Das Handelsblatt hatte ja erst vor kurzen davon berichtet.

  • Es geht doch auch anders. Von China lernen heisst siegen lernen! 6 Tage Woche a 12 h/Schicht, kein Urlaub und das alles fuer 150,- EU/mtl. Stromkosten in der Produktion von 4 ct/KWh und Erleichterungen bei der Steuer fuer den auf Exporte entfallenden Gewinn. Dazu Schutz vor Wettbewerbern (sprich Importe) durch allerlei merkantile Zollmaetzchen. Wie wollen Sie denn gegen solche Konkurrenz in Dtschl bestehen? 70% der Produkte in unseren hiesigen Baumaerkten sind inzwischen 'Made in China' und selbst bei Werkzeugmaschinen nehmen die uns rapide Weltmarktanteile ab. Vor diesem Hintergrund erscheint mir die Verdammung einer Frau Sommer etwas herbei gezogen ...

  • Weißt Du noch im vorletzten Jahr,
    weißt Du noch?
    EBit und Aussichten wunderbar!
    Weißt Du noch, weißt Du noch?

    Weißt Du noch im letzten Jahr,
    weißt Du noch?
    TeamTimer waren auch noch da,
    weißt Du noch?

    Benq, Siemens und SMA,
    dann kommt Frau Sommer...

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