Energie

„Angriff“ auf den Peso
Shell wehrt sich gegen argentinische Regierung

Für 3,5 Millionen Dollar wollte Shell argentinische Pesos kaufen: Für Argentinien war es ein „starker spekulativer Angriff“, um die Regierung des Landes zu destabilisieren. Der Ölkonzern weist die Vorwürfe zurück.
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Buenos AiresDer Ölkonzern Shell hat den Vorwurf eines „spekulativen Angriffs“ auf den argentinischen Peso zurückgewiesen. „Die Zentralbank war seit einer Woche über die Dollar-Käufe informiert, die Shell für seine Importgeschäfte und seine Kraftstoffexporte tätigen musste“, sagte der Argentinien-Chef des britisch-niederländischen Konzerns, Juan José Aranguren, am Sonntag in Buenos Aires.

Er reagierte auf Vorwürfe des argentinischen Wirtschaftsministers Axel Kicillof. Dieser hatte am Freitag erklärt, Shell habe auf den Peso spekuliert, als die Regierung den Wechselkurs gelockert habe, um die nationale Währung abzuwerten. „Es gab einen sehr starken spekulativen Angriff“, sagte Kicillof dem Sender Radio Continental. Shell habe 3,5 Millionen Dollar nachgefragt und einen Wechselkurs von 8,40 Peso geboten, obwohl 7,20 Peso möglich gewesen wären. Es sei versucht worden, die Regierung zu destabilisieren.

Die argentinische Regierung hatte am Freitag zudem die Lockerung der seit 2011 geltenden Devisenkontrollen ab dieser Woche angekündigt. Gleichzeitig erklärte sie, die Abwertung des Peso um 14 Prozent am Mittwoch und Donnerstag entspreche der Strategie der Regierung im Rahmen ihrer Geldpolitik.

Präsidentin Cristina Kirchner hatte zu Beginn ihrer zweiten Amtszeit 2011 strenge Devisenkontrollen eingeführt, um eine weitere Flucht ihrer Landsleute in den Dollar zu stoppen. Die Verringerung der Devisenreserven von 52 auf 29 Milliarden Dollar binnen drei Jahren und die Inflation sind die Hauptsorgen der argentinischen Regierung. Der Peso hat seit Anfang Januar 18 Prozent an Wert verloren. Die jährliche Inflation liegt seit sechs Jahren über 20 Prozent.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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