Energie

Atomausstieg
Energiekonzernen fehlen bis zu 30 Milliarden Euro

Den vier großen Energieversorgern Eon, RWE, Vattenfall und EnBW fehlen Rückstellungen von bis zu 30 Milliarden Euro. Ein Stresstest offenbart große Lücken bei den Kostenkalkulationen für die Atomlasten der Konzerne.

BerlinDer vom Bundeswirtschaftsministerium angeordnete Stresstest warnt vor einer gewaltigen Lücke bei der Absicherung der Atom-Lasten. Wie das Handelsblatt aus Branchenkreisen erfuhr, müssten im Extremszenario die Rückstellungen um rund 30 Milliarden Euro aufgestockt werden. Über ähnliche Informationen hatte zuvor auch Spiegel Online berichtet.

Aktuell haben die vier Atomkonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW 39 Milliarden Euro zurück gestellt. Kritisch sehen die Gutachter von Warth & Klein aber die Zinsen von rund 4,5 Prozent, mit denen die Unternehmen kalkulieren. Dies soll in der aktuellen Niedrigzinsphase nicht angemessen sein.

Allerdings stößt bei den betroffenen Unternehmen auch das Extrem-Szenario auf harsche Kritik: Dort wird sogar mit einem Negativzins gerechnet. Offiziell äußern sich bislang weder die Konzerne noch das Ministerium zu den Informationen. Eon-Chef Johannes Teyssen hatte im Interview mit dem Handelsblatt lediglich betont, dass dich sein Unternehmen strikt an die Bilanzregeln hatte und streng von Wirtschaftsprüfern kontrolliert werde.

Auch liegt bislang keine endgültige Fassung des Ausgangs der Stresstests vor. Die Unternehmen haben bislang nur Zwischenergebnisse vorliegen.

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