Energie

Aufatmen bei RWE
Niederlande genehmigen umstrittenes Kohlekraftwerk

Erleichterung bei RWE: Der Energieversorger muss bei einem umstrittenen Kohlekraftwerk in den Niederlanden nicht nachbessern. Der Staatsrat wies die Einwände zahlreicher Naturschützer zurück. Das Urteil ist endgültig.

Amsterdam/DüsseldorfNach den Rückschlägen der vergangenen Wochen kann der Energiekonzern RWE bei einem umstrittenen Kohlekraftwerk in den Niederlanden einen Erfolg verbuchen. Der niederländische Staatsrat erklärte am Mittwoch, dass die Einwände gegen die naturschutzrechtlichen Genehmigungen des Kraftwerks Eemshaven bei Groningen unbegründet seien. Damit sei der Fall geklärt.

Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace, aber auch deutsche Nachbargemeinden hatten wegen der Schadstoffemissionen gegen die Anlage im Nordosten der Niederlande protestiert. Diese hat den Konzern nach eigenen Angaben rund drei Milliarden Euro gekostet.

Das Urteil sei endgültig, erklärte der Staatsrat, der das oberste Verwaltungsgericht der Niederlande ist. 2011 war eine frühere Genehmigung aufgehoben worden. RWE hatte anschließend zusätzliche Auflagen erfüllen müssen. Die beiden Blöcke waren Mitte dieses Jahres in kommerziellen Betrieb gegangen. Sie sollen über zwei Millionen Haushalte mit Strom versorgen.

„Wir sind zufrieden und erleichtert“, sagte ein Sprecher von RWE. Der Staatsrat habe dem Konzern und den Behörden bestätigt, die Anforderungen erfüllt zu haben. Es handele sich um eines der modernsten Kohlekraftwerk der Welt, das sich auch flexibel mit der Stromerzeugung aus Erneuerbarer Energie regeln lasse.

Umweltschützern sind die Kohlekraftwerke hingegen wegen des Ausstoßes klimaschädlichen Kohlendioxids ein Dorn im Auge. In Deutschland hatten sie zuletzt insbesondere die Braunkohlekraftwerke von RWE im Rheinischen Revier ins Visier genommen. Der Versorger kämpft mit einer Reihe von Schwierigkeiten, darunter einem Gewinnschwund, den fallenden Strom-Großhandelspreisen und Abrechnungsproblemen in Großbritannien. Der Aktienkurs ist auf den tiefsten Stand seit einem Vierteljahrhundert gefallen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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