Energie

Aufschwung im Raffinerie-Geschäft
Total kann Einbruch beim Ölpreis ausgleichen

Binnen Jahresfrist haben sich die Ölpreise nahezu halbiert. Die Unternehmen versuchen gegenzusteuern, viele bekommen den Preisverfall dennoch zu spüren. Dank Einsparungen übertrifft Ölmulti Total aber die Erwartungen.
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ParisDer französische Energiekonzern Total hat mit einem Sparkurs die Folgen des Ölpreisverfalls aufgefangen. Der Umsatz brach zwar im zweiten Quartal um 29 Prozent auf 44,7 Milliarden Dollar ein, wie der viertgrößte westliche Ölmulti am Mittwoch mitteilte. Der um Sonderposten bereinigte Nettogewinn fiel aber mit zwei Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar weniger stark als von Experten befürchtet.

Auch der Aufschwung im Raffinerie-Geschäft bei der Verarbeitung von Rohöl zu Treib- und Schmierstoffen habe dazu beigetragen. Zudem rechnet das Management damit, sein bereits um 50 Prozent angehobenes Sparziel von 1,2 Milliarden Dollar dieses Jahr zu übertreffen. Die Anleger ermutigte dies: Die Aktie legte mehr als ein Prozent zu.

Der gesamten Branche macht schwer zu schaffen, dass sich der Ölpreis binnen Jahresfrist fast halbiert hat. Dahinter steckt eine Überproduktion bei zugleich geringerer Nachfrage im Zuge einer schwächelnden Konjunktur in vielen Teilen der Welt. Die Konzerne steuern mit Einsparungen gegen. Überkapazitäten im Raffinerie-Geschäft werden abgebaut, kostspielige Projekte zur Erschließung neuer Öl- und Gas-Vorkommen auf Eis gelegt und Stellen gestrichen.

Erst am Dienstag kündigte der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron den Abbau von 1500 Stellen und damit rund zwei Prozent seiner Arbeitsplätze an, um Einnahmeeinbußen auszugleichen. Bei dem britischen Rivalen BP verhagelten zudem milliardenschwere Altlasten wegen der verheerenden Ölpest im Golf von Mexiko vor fünf Jahren die Bilanz.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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