Auftakt der Berichtsaison: Milliarden-Abschreibung brockt Alcoa Verlust ein

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Auftakt der Berichtsaison
Milliarden-Abschreibung brockt Alcoa Verlust ein

Der Aluminiumkonzern Alcoa hat die US-Berichtsaison mit einem schwachen Ergebnis eröffnet. Altlasten und Abschreibungen sorgten für einen Milliardenverlust. Börsianer sind enttäuscht - und sehen ein schlechtes Omen.
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New YorkDer Aluminiumkonzern Alcoa hat die US-Bilanzsaison mit einem Milliarden-Verlust eingeläutet. Wegen hoher Abschreibungen angesichts gesunkener Rohstoff-Preise wies der vom Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführte Konzern für das Schlussquartal 2013 einen Fehlbetrag von 2,34 Milliarden Dollar aus. Zudem gab Alcoa einen zurückhaltenden Ausblick auf die Nachfrage 2014. "Investoren mögen auf eine rosigeres Bild im neuen Jahr gehofft haben, aber es geht eigentlich so weiter wie im letzten Jahr", sagte Jonathan Pavlik, Aktienmanager von Stewart Capital.

Auf 1998 und 2000 gekauften Schmelzhütten schrieb Alcoa jetzt 1,7 Milliarden Dollar ab. Ohne Sonderkosten fuhr der Konzern im vierten Quartal noch 40 Millionen Dollar Gewinn ein - nach 64 Millionen vor Jahresfrist. Pro Aktie verdiente Alcoa den am Donnerstag nach US-Börsenschluss vorgelegten Zahlen mit vier Cent zwei weniger als erwartet. "Die Zahlen sind enttäuschend", sagte Stephen Massocca, Fondsmanager bei Wedbush Morgan. Einen Lichtblick bot der Umsatz, der zwar um rund fünf Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar fiel, aber rund 250 Millionen Dollar über den Erwartungen lag.

Nach einem Anstieg der globalen Aluminium-Nachfrage von sieben Prozent 2013 sagte Alcoa einen solchen Zuwachs auch für 2014 voraus. Dabei wird für ein Order-Plus aus der Luftfahrt von sieben bis acht Prozent erwartet, aus der Auto-Industrie hingegen nur von einem bis vier Prozent. Die Baubranche wird Alcoa zufolge vier bis sechs Prozent mehr Aluminium ordern.

Der Konzern hatte am Donnerstag zudem mitgeteilt, mit der Zahlung von 384 Millionen Dollar Bestechungsvorwürfe der US-Börsenaufsicht SEC und des US-Justizministeriums beizulegen. Die Aufsicht hatte Alcoa-Töchtern vorgeworfen, wiederholt Regierungsmitglieder in Bahrain bestochen zu haben, um weiter eine vom Staat betriebene Aluminium-Fabrik beliefern zu können.

Alcoa legt in den USA traditionell als erster Konzern aus dem Aktienindex S&P-500 Quartalszahlen vor. Wegen seiner breit gefächerten Kundschaft - etwa aus der Auto-, Luftfahrt- und Verbraucherelektronikbranche - steht der Rohstoff-Lieferant besonders im Fokus. Im September flog Alcoa allerdings nach mehr als 50-jähriger Zugehörigkeit aus dem Dow-Jones-Index der führenden Industriewerte. In den nächsten Tagen folgen die Quartalszahlen der großen US-Banken und Technologiefirmen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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