Energie

Auftragsvergabe
Siemens Entrauchungsanlage am Flughafen BER

Die Flughafengesellschaft hat den Vertrag über Zusatzleistungen unterzeichnet: Siemens soll regeln, wie die Frischluft im Brandfall auf dem BER-Flughafen strömt. Flughafenchef Mehdorn spricht von einem Meilenstein.
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BerlinSiemens soll die Entrauchungsanlage am neuen Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg (BER) fertigstellen. Wie die Flughafengesellschaft am Dienstag in Berlin mitteilte, soll Siemens als zusätzliche Aufgabe „auch die Nachströmung von Frischluft im Brandfall“ steuern. Flughafenchef Hartmut Mehdorn nannte die Auftragsvergabe an Siemens einen „wichtigen Meilenstein bei der Realisierung des BER“.

Probleme bei der Entrauchungsanlage hatten im vergangenen Jahr dazu geführt, dass der Flughafen nicht wie geplant im Juni eröffnen konnte. Nach Angaben der Flughafengesellschaft war Siemens bisher bereits dafür zuständig, die von Drittfirmen gebauten Entrauchungsanlagen wie Entrauchungskanäle, -ventilatoren und -klappen anzusteuern.

Siemens werde nun Umbauarbeiten vornehmen, kündigte der Flughafen an. Diese seien nötig geworden, weil sich die Steuerung der Brandschutzanlage bei Praxistests teilweise als „nicht umsetzbar“ erwiesen hatte. Jörg Marks, Leiter des Siemens-Bereichs Gebäudetechnologie in der Region Ost, erklärte, der Vertragsabschluss „sei ein guter Schritt nach vorn für die Realisierung des Flughafens“.

Zum Volumen des Auftrags und seiner Dauer wollte sich der Flughafen nicht äußern. Die Arbeiten müssten in den Gesamtplan „eingetaktet werden“, erklärte ein Sprecher.

Die Eröffnung des Flughafens BER ist bereits mehrfach verschoben worden, weil die technischen Anlagen nicht funktionsfähig waren. Ein neuer Termin für die Inbetriebnahme ist bisher nicht bekannt.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Auftragsvergabe: Siemens Entrauchungsanlage am Flughafen BER"

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  • @ Anonym vom 15.10.2013, 18.42 Uhr

    "Siemens war ja dafür vartantwortlich, dass die ICE Züge nicht klimatauglich waren"

    Der Kunde bekommt immer was er bestellt. Wenn die DB in der Ausschreibung nur eine gewisse Klimaleistung verlangt, darf sich anschliessend niemand wundern wenn diese nicht ausreicht bei Rekordtemperaturen....

  • @ Anonym vom 15.10.2013, 18.42 Uhr

    "Siemens war ja dafür vartantwortlich, dass die ICE Züge nicht klimatauglich waren"

    Der Kunde bekommt immer was er bestellt. Wenn die DB in der Ausschreibung nur eine gewisse Klimaleistung verlangt, darf sich anschliessend niemand wundern wenn diese nicht ausreicht bei Rekordtemperaturen....

  • Ich freue mich, dass mit Siemens nun endlich wieder mehr westliche Kompetenz in die Auftragsvergabe kommt. Siemens war ja dafür vartantwortlich, dass die ICE Züge nicht klimatauglich waren. Aber nachdem (...) sich wohl auch einiges im Vorstand tut, kann man nur hoffen, dass Siemens wieder zur Normalität zurück findet.

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

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