Energie

Baschneft
Russischer Ölkonzern soll teilprivatisiert werden

Russland will Anteile am wichtigen Ölkonzern Baschneft privatisieren. Grund ist das Defizit im Staatshaushalt. Auch die Teilprivatisierung des größten russischen Erdölproduzenten ist im Gespräch.

MoskauWegen seines Haushaltsdefizits will Russland unter anderem Anteile am wichtigen Ölkonzern Baschneft privatisieren. Das kündigte Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew am Montag der Agentur Interfax zufolge an.

Demnach sollen bis zu 25 Prozent der Aktien des Ölförderers auf den Markt geworfen werden. Die Regierung erwägt auch eine Teilprivatisierung des größten russischen Erdölproduzenten Rosneft.

Der Absturz der Ölpreise hat die Rohstoffmacht Russland in eine tiefe Wirtschaftskrise gestürzt. Der ursprüngliche Haushaltsentwurf für 2016 basierte auf einem mittleren Preis von 50 US-Dollar je Barrel (159 Liter). In den vergangenen Wochen kostete das Barrel jedoch um die 30 Dollar.

Nach eigenen Angaben hatte Baschneft die Ölförderung im vergangenen Jahr um 11,9 Prozent im Vergleich zu 2014 auf fast 20 Millionen Tonnen gesteigert. Die wichtigsten Förderstätten des Unternehmens liegen im Ural- und Wolgagebiet sowie in Westsibirien. Experten schätzen die Reserven des Konzerns auf rund 2,3 Milliarden Barrel, die Firma gehört zu den zehn wichtigsten Ölförderern in Russland.

Baschneft, 1932 gegründet, hat seinen Sitz in Ufa, Hauptstadt der Teilrepublik Baschkortostan.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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