Energie

Baustoffkonzern
Schleppende Konjunktur bremst Holcim

Der Baustoffkonzern Holcim macht weniger Gewinn als im ersten Quartal. Grund dafür: Die stockende Konjunktur in Schwellenländern. Dank Kostensenkungen erwartet der Konzern allerdings eine Besserung.
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ZürichDie stockende Konjunktur in den Schwellenländern hat den Baustoffkonzern Holcim gebremst. Der Gewinn sank im zweiten Quartal um 7,4 Prozent auf 465 Millionen Franken, wie Holcim am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten einen noch stärkeren Gewinnrückgang auf 452 Millionen Franken erwartet.

"Die globale Konjunktur entwickelte sich im ersten Halbjahr schwächer als prognostiziert", erklärte der Weltmarktführer, der rund die Hälfte seines Umsatzes in den aufstrebenden Staaten Asiens und Lateinamerikas erwirtschaftet. Insgesamt sank der Quartalsumsatz um 3,3 Prozent auf 5,33 Milliarden Franken. In Indien, Kanada, Mexiko und Marokko habe die Nachfrage nicht den Erwartungen entsprochen.

Die Umsatzrückgänge konnte der Konkurrent der französischen Lafarge und von HeidelbergCement zum Teil durch Kostensenkungen wettmachen. Der Betriebsgewinn verbesserte sich um drei Prozent auf 776 Millionen Franken. Auch kleinere Preiserhöhungen konnte der Konzern durchsetzen.

Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte Holcim. Der Konzern rechnet mit steigenden Zementverkäufen. Bei den Zuschlagsstoffen wie Sand und Kies und auch bei Transportbeton werde das Vorjahresniveau nicht erreicht. Erwartet werde eine Verbesserung der Betriebsgewinnmarge. Die Holcim-Aktie tendierte im vorbörslichen Handel leicht schwächer.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Baustoffkonzern: Schleppende Konjunktur bremst Holcim"

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  • Wer wie dieser Konzern wie zum Beispiel im Werk Lägerdorf bei Anwohnern und Umwelt verbrannte Erde hinterläßt, dem ist auch nicht hinterherzutrauern wenn es mal ein wenig mit dem Gewinn hapert. Würde man die Renaturierungsmaßnahmen vom Firmenwert abziehen, der erforderlich wäre um die an allen Standorten vorhandenen massiven Umwelteinwirkungen zu mindern, wäre dieser Konzern vermutlich genau garnichts mehr Wert!

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