Energie

BHP Billiton
Rohstoffriese will US-Schieferöl loswerden

BHP Billiton stellt einen Teil seines US-Geschäftes zum Verkauf. Neben einem Rückzug aus der Schieferöl-Förderung will der Rohstoffkonzern auch ein Kali-Projekt auf Eis legen – das könnte für K+S interessant sein.
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Sydney Der weltgrößte Bergbaukonzern BHP Billiton will sich aus der Schieferöl-Förderung in den USA zurückziehen. Auch ein milliardenschweres Kali-Projekt in Kanada werde auf unbestimmte Zeit verschoben, teilte die Konzern am Dienstag in Sydney mit. Letzteres könnte auch für den deutschen Konzern K+S interessant sein, da die Kapazitäten im Markt so nicht weiter steigen.

Der Rückzug aus der US-Ölförderung und das verschobene Kali-Projekt sind Folgen von Gesprächen des künftigen Verwaltungsratschefs Ken MacKenzie mit Investoren. Einige Großanleger hatten zuletzt sogar gefordert, dass sich der australisch-britische Konzern vom gesamten Ölgeschäft trennen solle. MacKenzie tritt seinen Job offiziell erst im kommenden Monat an.

BHP ist derzeit der achtgrößte Förderer von Schiefer-Öl in den Vereinigten Staaten. Zu Zeiten von Ölpreisen von mehr als 100 US-Dollar je Barrel boomte das hochprofitable Geschäft. Wegen der zuletzt deutlich niedrigeren Ölpreise kämpfen alle Produzenten mit Problemen. BHP Billiton konnte in der Sparte im vergangenen Geschäftsjahr dank Sparmaßnahmen positive Zahlungsströme erzielen.

Experten gehen davon aus, dass der Konzern bei einem Verkauf zwischen acht und zehn Milliarden US-Dollar erzielen kann. BHP selbst prüft neben dem Verkauf auch einen Börsengang, eine Abspaltung an die Aktionäre und einen Tausch mit anderen Sparten eines möglichen Interessenten.

BHP legte am Dienstag auch die Bilanz vor: Das Unternehmen konnte den bereinigten Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 6,7 Milliarden Dollar mehr als verfünffachen. Allerdings hatten von Reuters befragte Analysten mit mehr gerechnet. Die Dividende verdreifachte sich auf 43 Cent je Aktie. Zugleich wurden die Schulden um fast zehn Milliarden Dollar gesenkt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " BHP Billiton: Rohstoffriese will US-Schieferöl loswerden"

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  • Ich denke, es ist sicherlich sinnvoll wenn sich BHP Billiton auf sein Kerngeschäft konzentriert. Idealerweise sollte sich BHP ein Beispiel an Maersk nehmen und das komplette Geschäft an einen Ölriesen, z.B. Exxon?* veräussern.

    *Exxon generiert einen hohen Cash Flow aber kein Wachstum. Mit einem solchen Zukauf könnte Exxon seine Position sichern. Shell und Total haben gerade/kürzlich zugekauft und sollten besser noch ein wenig verdauen.

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