Energie

Billigstromanbieter
Branchenverband warnt vor Care Energy

Nach der Pleite des Billigstromanbieters Flexstrom gerät der nächste Anbieter in die Kritik. Nun warnt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) vor Care Energy. Der Anbieter weist die Vorwürfe zurück.
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DüsseldorfDie Krise des Hamburger Billigstromanbieters Care Energy spitzt sich weiter zu. Nach der Bundesnetzagentur und dem Bundesamt für Justiz hat sich nach Informationen des Handelsblatts nun auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) kritisch mit Care Energy befasst und warnt seine Mitglieder dringend zur Vorsicht.

„Die Netzbetreiber sind aus Vorsorgegründen gut beraten, ihre Netzentgeltforderungen so weit wie möglich insolvenzfest zu gestalten“, heißt es in einem Schreiben des BDEW, das dem Handelsblatt vorliegt. Einer der Gründe: „Wie sich das Geschäftsmodell (von Care Energy) finanziert ist unklar.“ Der BDEW ist mit 1800 der größte und wichtigste Verband der Energiebranche.

Care Energy wies die Kritik umgehend zurück. „Für das Verhalten des BDEW gegenüber unserem Unternehmen fehlt mir jegliches Verständnis“, sagte Unternehmenssprecher Marc März. Er warf dem BDEW vor, „zahlreiche Fehler und Spekulationen“ zu verbreiten. Welche Fehler dies sein sollen, sagte März nicht. Care Energy habe dem BDEW eine Unterlassungserklärung zugestellt.

Ein BDEW-Sprecher sagte dem Handelsblatt, der Verband blicke der Auseinandersetzung gelassen entgegen. Schließlich gebe es mehrere Gerichtsurteile, die die Zweifel am Geschäftsmodell von Care Energy unterstreichen.

Sönke Iwersen
Sönke Iwersen
Handelsblatt / Leiter Investigative Recherche

Kommentare zu " Billigstromanbieter: Branchenverband warnt vor Care Energy"

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  • Michel Teil II
    Ich habe am letzten Werktag des Monats Juli per Fax und 6 wöchiger Frist GEKÜNDIGT! Bevor ich mir diese Ignoranz und Unverschämtheiten weiter freiwillig antuen lasse, verzichte ich lieber auf den vollmundig offerierten Sozialtarif, dessen Bearbeitung solange zur Seite gelegt und unterbrochen wird, solange ich nicht die Mahngebühren bezahlt habe. Das ist das Geschäftsmodell von MK-Group: die 1 Mahnung als die 2. deklarieren macht 2 x 5€ x 12 Monate = 120 € extra cash pro Kunde der nur 1 Minute zu spät zahlt. Würde mich mal interessieren wieviele Kunden bisher überhaupt den Sozialtarif bewilligt bekamen ?!

  • Laut AGB dürfen sie nach der 2. Mahnung im Falle einer verspäteten Gutschrift die Energiesversorgung kündigen.
    Bei mir war die erste erhaltene Mahnung als zweite Mahnung deklariert. Diese kam wegen zustellens an veraltete Anschrift, per Nachsendeantrag einen Tag vor Fristablauf. Statt per email zu antworten werde ich morgens um 8:00 von einer "neuen unerfahrenen Mitarbeiterin" (eigene entschuldigende Worte) angerufen die mich mit einer Forderung konfrontiert, welche am 27.7. gleich die Abschlagszahlung von August mit enthielt. Auf meinen Protest hin wurde der Hörer halb zugehalten und im Hintergrund drohte ein weiteter Mitarbeiter: Sag ihm wenn er nicht zahlt dann ...Kündigung der Energieversorgung, inkasso...." Ich legte auf. Man ließ es nochmals lange klingen. Da so ein unverschämtes inkompetentes Kommunikationsverhalten nur eskalieren kann, ging ich nicht mehr ans Telefon. Stattdessen kam eine liebsäuselnde mail, die weiterhin alle meine vorab per email gestellten Fragen weiterhin überging, nein geradezu ignorierte. Für diese 2 Mahnungen von denen eine garnicht kam soll ich 2 x 5 € zahlen. Auch noch für einen angeblichen Allgemeinheits-Sozialfond. Meinen Antrag azf Sozialtarif wurde von meinem Kundenberater an careenergy gesandt. der Einngang wurde bestätigt. Die erwöähnte Mitarbeiterin willl die Unterlagen jetzt plötzlich nicht haben und ich soll sie ein 2. Mal schicken. Ich hab die Schnauze voll. QAnrufen bringt auch nichts. Man erklärt alle, räumt alle Mißverständnisse aus , trifft Vereinbarungen die carenergy einem per email bestätigen will, und es kommt einfach keine mail. Am 1 Werktag soll der Abschlag dort eingehen, sonst werden für den o.g. guten Zweck, automatisierte MAHNUNGEN VERSCHICKT :Wie soll es technisch möglich sein dem zu entgehen, wenn ALG II Leistungen erst am 1 Werktag auf meinem Konto gutgeschrieben weren ud am gleichen Tag dort meine Abschlagszahlung gutgeschrieben werden sol ??
    Ignoranz, Frechheiten und Mahngebührprellerei sind da Programm

  • Es riecht nach TelDaFax:
    Bei Care Energy gibt es keine Bezahlung über die sonst übliche Einzugsermächtigung.
    Man ist gezwungen per Dauerauftrag/Überweisung zu bezahlen, was mich unschön an die erwiesenermaßen kriminelle Geschäftspraxis von TelDaFax erinnert.
    Im Insolvenzfall wäre die überwiesene Vorauszahlung verloren.
    Bei Care Energy wäre es zwar ‚nur‘ ein Monat statt ein Jahr wie bei TelDaFax, bei mehreren Abnahmestellen kommt da aber auch ein hoher Betrag zusammen.
    Auf meine Anfrage/Beschwerde bei Care Energy erhielt ich lediglich die lapidare Antwort, es gehe um Kosteneinsparung. Eine nachvollziehbare Auskunft hierüber wurde mir nicht nachgewiesen.

    Daher meine Forderung:
    Schieben Sie diesen Praktiken einen Riegel vor, schützen Sie die Verbraucher vor Insolvenzbetrügern, schützen Sie die Firmen vor sich selbst, indem sie eine Einzugsermächtigung mit den damit verbundenen Vorteilen einer Lastschriftrückholung zulassen.

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