Energie

Billigstromanbieter
Bundesamt für Justiz ermittelt gegen Care Energy

Das Hamburger Unternehmen hat Ärger mit dem Bundesamt für Justiz. Offenbar ist die Muttergesellschaft des Billigstromanbieters ihrer Offenlegungspflicht nicht nachgekommen. Auch die Bundesnetzagentur ist am Ball.
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DüsseldorfDie juristischen Probleme des Billigstromanbieters Care Energy nehmen zu. Nach Informationen des Handelsblatts (Mittwochausgabe) ist das junge Hamburger Unternehmen auch in Konflikt mit dem Bundesamt für Justiz geraten. Im Visier ist die Muttergesellschaft MK Group Holding GmbH, weil diese nicht korrekt über ihre wirtschaftliche Situation berichtet hat.

„Das Bundesamt für Justiz prüft im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben, ob Kapitalgesellschaften und andere offenlegungspflichtige Unternehmen rechtzeitig ihrer Offenlegungspflicht nachkommen“, heißt es in einem Schreiben der Behörde an die Verbraucherzentrale Hamburg.

„Gegen das Unternehmen MK Group Holding GmbH ist von Amts wegen ein Ordnungsgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die Offenlegungspflichten zum Abschlussstichtag 31.12.2011 eingeleitet worden.“ Näher wollte sich die Behörde am Dienstag auf Anfrage nicht äußern. MK steht für Martin Kristek, den Gründer der Gruppe.

Auch die Bundesnetzagentur hat ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. „Es besteht der Verdacht, dass Care Energy durch eine eigenwillige Rechtsauslegung versucht, die Anzeigepflicht nach Paragraph 5 des Energiewirtschaftsgesetzes zu umgehen und sich damit auch der Pflicht zur Zahlung der EEG-Umlage zu entziehen“, sagte Renate Hichert, Sprecherin der Aufsichtsbehörde. Mit einer ähnlichen Begründung haben auch die großen Netzbetreiber Amprion, 50Hertz und Tennet Klagen eingereicht. Care Energy weist die Vorwürfe zurück.

Care Energy ist erst seit Ende 2011 am Markt, hat aber nach eigenen Angaben schon 250.000 Kunden gewonnen. Grund für das rasante Wachstum dürften vor allem die außergewöhnlich niedrigen Preise sein.

Sönke Iwersen
Sönke Iwersen
Handelsblatt / Leiter Investigative Recherche

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  • Teil 2
    Laut Pressekonferenz wird bei der Installation vom Fachmann die Anlage aufgestellt und eine Leitung gezogen sowie eine Sicherung gesetzt.Das ist vernüftig aber nicht mit 40€ abdeckbar wenn man Material, Lohnkosten und auch noch die Anliefrung rechnet. Dann kommt noch die zusätzliche Zählermontage die den Kunden nichts kostet.Da in den meisten Zählerschränken kein Platz für einen zweiten Zähler ist, muss ein zusätzlicher Zählerplatz installiert werden. Somit kommen wir auf geschätzte Kosten von min. 400€. Also trägt Care Energy die Kosten für den Zähler und die Installation. Ich möchte betonen das ich die IDEE con CE super finde aber es muss mir jemand erklären wie sie das alles vorfinazieren wollen ohne von den Kosten überrollt zu werden.EEG Umlage. Selbst Greenpeace die reinen Grünen Strom anbieten müssen die volle EEG Umlage zahlen sowie alle anderen auch. Warum sollte CE dieses nicht müssen?
    Wäre echt toll wenn mir jemand vorrechnen kann wie sich so ein Geschäftsmodell rechnet.

  • Das Angebot ist super ohne frage ABER bei Care Energy kommen soviele Umgereimtheiten zusammen wo man oder ich zumindestens nicht weis wie man sowas finanziert. Zum Beispiel. Care Engery will alle Kosten über die Grundgebühr 6,99€ bezahlen. Ein Berater bekommt pro Abschluss in der niedrigsten Stufe 40€ + MWSt.je mehr er Verkauft hat um so höher rutscht er8Ich kenne einen CE Berater der mich auch als Berater werben wollte). Wenn wir jetzt wie von CE angegeben 1000 Kunden pro Tag neu dazu kommen sind das bei 22 Arbeitstagen 22.000Kunden = 880.000€ Provisionszahlungen.Die Provision wird gezahlt wenn der Kunde die erste Überweisung macht. Das bedeutet das dann 153.780€ Grundgebühr rein kommen.Fehlen 726.220€ die von Care Energy vorfinanziert werden müssen.Kommen wir zum Solarmodul. Ein Modul kostet laut CE rund 500€.(Beim Händler ca. 800€) Care Energy stellt dieses kostenlos zur Verfügung und will die kosten mit den Produzierten Strom der Anlage wieder rein holen. Das beudeutet das so ein Modul im Jahr laut CE 195 Watt Strom erzeugt.Das bedeutet das dieses Modul bei 19,9Cent ein Ertrag von 38,80€im Jahr bringt. Ein Modul fast 13 Jahre betrieben werden muss um sich selber bezahlt zu machen. Teil 2 folgt

  • 6 cent kostet der Strom an der Leipziger Börse, 30 cent sollen wir bezahlen. Wer ist denn jetzt der Betrüger am Kunden? Die ehrlichen Anbieter werden von staatswegen kriminalisiert um dem Wucher vorschub zu leisten. Das ist Lobbyismus pur. Der Staat beutet hemmungslos mit aus und ist der Handlanger der Strommafia. Was ist denn hier Verbraucherschutz? Die Aigner und Konsorten mit sicherheit nicht. Von wegen EEGumlage, hier fängt doch krim...... an.

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