Energie

Biosprit
Cropenergies blickt optimistisch nach vorn

Das Geschäftsjahr lief nicht optimal für Cropenergies. Zu steigenden Zuckerrübenpreisen kam für den Biosprit-Hersteller noch die Flutkatastrophe hinzu. Dennoch rechnet das Unternehmen mit guten Umsätzen und Gewinnen.
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StuttgartDer Biosprit-Hersteller Cropenergies hat den Umsatzsprung im ersten Geschäftsquartal nur teilweise in eine Gewinnverbesserung ummünzen können. Während die Erlöse im Zuge der ausgeweiteten Biosprit-Produktion und höherer Verkaufspreise in den Monaten März bis Mai um 16 Prozent auf 186 Millionen Euro kletterten, legte der operative Gewinn nur um fünf Prozent auf 15,6 Millionen Euro zu, wie die Südzucker -Tochter am Dienstag in Mannheim mitteilte. Zum einen musste Cropenergies im ersten Quartal höherer Rohstoffpreise für Getreide und Zuckerrüben verdauen, zum anderen fiel am Standort Zeitz die jährliche Wartung der Produktionsanlagen an.

Trotz Rückschlägen durch das jüngste Hochwasser bekräftigte Deutschlands Marktführer, der neben dem spanischen Mischkonzern Abengoa und der französischen Agrargenossenschaft Tereos zu den größten Biosprit-Produzenten Europas zählt, den Ausblick für das noch bis Ende Februar 2014 laufende Geschäftsjahr. Cropenergies rechnet mit einem operativen Ergebnis in einer Spanne von 50 bis 60 Millionen Euro, ein Viertel davon haben die Mannheimer nach dem ersten Geschäftsvierteljahr bereits in der Tasche. Die Beeinträchtigung der Produktion durch das Hochwasser im Juni 2013 im Werk Zeitz sei in der Prognose berücksichtigt.

Der Umsatz soll im Geschäftsjahr 2013/14 ähnlich hoch wie im Vorjahr ausfallen, 2012/13 waren 689 Millionen Euro erlöst worden. Voraussetzung dafür sei, dass sich die Marktpreise für Bioethanol und pflanzliche Proteine gegenüber dem Vorjahr nicht zu stark verringern und die Produktionsanlagen weiterhin nahezu unter Volllast betrieben werden können. Cropenergies verarbeitet in drei Werken in Deutschland, Belgien und Frankreich Getreide und Zuckerrüben zu Bio-Treibstoff und die dazu nicht verwendbaren Pflanzenbestandteile zu eiweißhaltigen Lebens- und Futtermitteln. Mit den Überschüssen aus dem laufenden Geschäft reduzierte das Unternehmen im Auftaktquartal seine Verschuldung deutlich auf 54,4 Millionen Euro nach einem Nettoschuldenstand von 124,6 Millionen Euro vor Jahresfrist.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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